Jetzt wird es richtig spannend im Innenraum des Weser-Stadions. Täglich sind die Fortschritte des Umbaus zu erkennen. Die erste wichtige Phase zur Absenkung des Spielfelds ist beendet.
Mark Hundsdörfer, Projektleiter und Geschäftsführer der Firma ProCon, bestätigte am Mittwoch: "Der komplette Erdaushub ist mittlerweile abgeschlossen. Wir befinden uns derzeit in den Vorbereitungen, die Spielfläche wieder einzusetzen." 50.000 Tonnen Erdreich wurden in den vergangenen Wochen aus dem Stadion transportiert und sorgten für ein zwei Meter tiefes Loch.
Nun ist bereits mehr als die Hälfte des Drainagesystems wieder installiert. Auch die Vorbereitungen für den Einbau der Rasenheizung laufen auf Hochtouren. "Noch während der letzten Aushubarbeiten haben wir parallel mit dem Wiederaufbau begonnen. Schließlich ist der Zeitplan sehr eng gesteckt", erklärte Hundsdörfer, der mit dem momentanen Stand der Arbeiten jedoch sehr zufrieden ist. "Obwohl wir teilweise Probleme mit sehr viel Bauschutt im Erdreich hatten, konnten wir die erste Phase termingerecht am vorausberechneten Tag abschließen." Dies sei im Vorfeld nicht ganz selbstverständlich gewesen: "Der Erdaushub bereitete uns zunächst am meisten Kopfschmerzen, denn in dieser Größenordnung hatten wir solch eine Arbeit zuvor noch nicht ausgeführt. Trotz der ausgezeichneten Planung war eine gewisse Unsicherheit da. Aber alle beteiligten Mitarbeiter haben bisher hervorragende Arbeit geleistet."
Somit spricht vieles dafür, dass der Stadionumbau auch weiterhin im vorgesehenen Zeitplan verlaufen wird. Dennoch ist Eile geboten. Hundsdörfer erinnerte noch einmal daran, dass "wir vier oder besser noch fünf Wochen vor dem ersten Bundesligaspiel fertig sein müssen, da der verlegte Rasen diese Zeit zum anwachsen braucht". Mitte August wird der Innenraum des Weser-Stadions in neuem Glanz erstrahlen und insgesamt 45.500 Fans Platz bieten.