Welch ein Fußball-Drama in Wien! Der tragische EM-Gastgeber Österreich hat sich mit einem 1:1 (0:1) gegen Polen die Chance aufs Weiterkommen in Gruppe B erhalten. Einen am Neu-Bremer Sebastian Prödl . . .
Welch ein Fußball-Drama in Wien! Der tragische EM-Gastgeber Österreich hat sich mit einem 1:1 (0:1) gegen Polen die Chance aufs Weiterkommen in Gruppe B erhalten. Einen am Neu-Bremer Sebastian Prödl . . .
Welch ein Fußball-Drama in Wien! Der tragische EM-Gastgeber Österreich hat sich mit einem 1:1 (0:1) gegen Polen die Chance aufs Weiterkommen in Gruppe B erhalten. Einen am Neu-Bremer Sebastian Prödl verwirkten Foulelfmeter verwandelte Ivica Vastic in der 93. Minute zum verdienten Ausgleich. Es war die finale Pointe eines aufregenden Spiels, das für die Gastgeber eine höchst unglückliche Rolle vorgesehen hatte. Schon in der ersten Viertelstunde hätte sich Österreich bequem in Führung schießen können. Zweimal scheiterte Werders Martin Harnik in allerbesten Positionen. In der 11. Minute steuerte er allein auf Polens Keeper Artur Boruc zu – der aber bekam noch gerade den Fuß an seinen Schlenzer und lenkte ihn zur Ecke. Nur drei Minuten später wurde Harnik von Korkmaz prächtig freigespielt, schoss aber aus wenigen Metern Boruc an. Mit einer Kopie der ersten Harnik-Chance scheiterte schließlich auch noch Christoph Leitgeb am überragenden Boruc (16.). Bittere Ironie: Mit der ersten eigenen Möglichkeit erzielte Polen durch Roger die Führung, und, als sei das nicht genug der Strafe, auch noch aus ganz klarer Abseitsposition (30.).
Dieser Treffer kippte das Spiel, er war ein Schock für die Heimelf und ihre Fans. Direkt nach der Pause folgte der nächste: Ein durchaus elfmeterwürdiges Foul an Andreas Ivanschitz wurde von Schiedsrichter Howard Webb nicht geahndet (47.). Die Polen waren nun die bestimmende Mannschaft, hatten Chancen durch Smolarek (51.), gleich doppelt in der 63. Minute und noch einmal durch einen Krzynowek-Hammer (68.) – Jürgen Macho hielt jeweils glänzend. Österreich rannten Kräfte und Zeit davon, ihre langen, hohen Bälle verbreiteten weniger Gefahr als die polnischen Konter. Doch dann kam ein letzter Freistoß in den Strafraum gesegelt und der gefährliche Prödl wurde von Lewandowski niedergerungen. Ganz trocken verwandelte Vastic und endlich jubelt das Skifahrerland über seine Fußballer.
Damit muss Österreich nun im letzten Spiel gegen Deutschland, am Montag, 16.06.2008, in Wien, unbedingt gewinnen und auf kroatische Schützenhilfe hoffen, um doch noch das Viertelfinale zu erreichen.
