Den Topfavoriten der Liga wird der SV Werder immer unheimlicher. Keiner der vier bestplazierten Teams hat es in dieser Saison geschafft die Grün-Weißen zu bezwingen. Die Bilanz ist erstaunlich: Zwei klare Siege gegen Vize-Meister Schalke 04, zwei Triumpfe gegen Champions League Schreck Bayer Leverkusen, Sieg und Unentschieden gegen Rekordmeister Bayern München sowie ein Unentschieden gegen Borussia Dortmund. Dennoch kämpfen die Bremer noch um den Einzug ins internationale Geschäft. Routinier Frank Verlaat suchte nach einer Erklärung: "Die Saison hat deutlich gezeigt zu was wir fähig sind, wenn wir gegen die Mannschaften spielen, die sich nicht verstecken, die selbst aktiv am Spiel teilnehmen und kreativ sind." Die Ergebnisse decken aber auch auf, dass der SV Werder gegen defensiv eingestellte Teams Schwierigkeiten hat. Verlaat: "Dann fehlen uns oft die Mittel unser Spiel aufzuziehen, den Gegner unter Druck zu setzen." Auch bei der Chancenverwertung gibt es noch Defizite. Selbst gegen Leverkusen merkte Cheftrainer Thomas Schaaf kritisch an: "Vor dem Tor haben wir noch großes Potenzial brachliegen, daran müssen wir arbeiten." Zwei Prüfungen stehen dem SV Werder noch bevor. Gegen St.Pauli muss Werder zeigen, dass es aus Verlaats Erkenntnissen die richtigen Schlüsse zieht. Bei Borussia Dortmund kann der SV Werder seiner Serie, ungeschlagen gegen die besten vier Teams durch die Saison zu kommen, vollenden. Am besten mit einem Sieg. Lange Europapokalnächte im Weser-Stadion könnten der Lohn sein.