Traum vom Heim-Debüt sah anders aus

WERDER Fußballschule
Dienstag, 26.02.2002 / 16:00 Uhr

Am Dienstag kam beim Training der Werder-Profis wieder der Ball ins Spiel. Einer, der darauf gewartet hatte, war Ludovic Magnin. Der junge Schweizer wollte sich den Frust von der Seele spielen, die Enttäuschung über sein Debüt im Weser-Stadion am Sonntagabend. Eine Premiere, "die ich mir so sicher nicht erträumt habe." Dennoch lässt der 22-Jährige den Kopf nicht hängen. "Ich habe gesehen, dass ich noch viel an mir arbeiten muss", zog er eine Zwischenbilanz. Vor allem im Bereich Lockerheit und Souveränität will er sich weiterentwickeln. Damit hakte es bei "Ludo" im Nordderby. "Alles fing ganz gut an, die ersten zwei Bälle habe ich gut gespielt. Aber dann hat mich Präger zweimal schlecht aussehen lassen. Daraufhin wollte ich alles besonders gut machen. Ich fing vor jeder Aktion an zu überlegen und das ging schief", erklärte Magnin den leistungshemmenden Kreislauf.

Am Dienstag kam beim Training der Werder-Profis wieder der Ball ins Spiel. Einer, der darauf gewartet hatte, war Ludovic Magnin. Der junge Schweizer wollte sich den Frust von der Seele spielen, die Enttäuschung über sein Debüt im Weser-Stadion am Sonntagabend. Eine Premiere, "die ich mir so sicher nicht erträumt habe." Dennoch lässt der 22-Jährige den Kopf nicht hängen. "Ich habe gesehen, dass ich noch viel an mir arbeiten muss", zog er eine Zwischenbilanz. Vor allem im Bereich Lockerheit und Souveränität will er sich weiterentwickeln. Damit hakte es bei "Ludo" im Nordderby. "Alles fing ganz gut an, die ersten zwei Bälle habe ich gut gespielt. Aber dann hat mich Präger zweimal schlecht aussehen lassen. Daraufhin wollte ich alles besonders gut machen. Ich fing vor jeder Aktion an zu überlegen und das ging schief", erklärte Magnin den leistungshemmenden Kreislauf. Die Pfiffe des Publikums waren sicher kein Mittel den jungen Schweizer aufzurichten. Doch Magnin hat sie ohnehin überhört. "Das habe ich nicht mitbekommen. Ich habe mich zu sehr über meine Leistung geärgert."

Nach der Halbzeitpause kam der Schweizer nicht mehr aus der Kabine. Allein an seiner Leistung lag es nicht: "Der Trainer sagte mir, dass er mich auswechseln wird, weil ich schon mit gelb vorbelastet bin und er keinen Spieler verlieren wollte.", klärt der Blondschopf auf und fügt mit einem wissenden Lächeln hinzu: "aber er hatte natürlich auch erkannt, dass ich nicht so gut war."

Den Kopf in den Sand stecken muss der Schweizer dennoch nicht. Rasant verlief in den vergangenen Monaten sein Aufstieg. Erst im Januar kam er vom FC Lugano in die Bundesliga. In Bremen überzeugte er im Training Cheftrainer Thomas Schaaf, so dass er schon beim ersten Spiel in Cottbus zum Einsatz kam. Ein Sprung, der in den vergangenen Jahren ganz wenigen Neuzugängen glückte. Nur wenige Wochen später erhielt der 22-Jährige aufgrund seiner Leistungen eine Einladung für die Schweizer Nationalmannschaft. Dort gelang ihm in seinem vierten Länderspiel gleich ein sehenswerter Treffer, wofür er zu Hause gefeiert wurde. Jetzt muss er sein Niveau in der Bundesliga bestätigen.

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