Ein oft gehörter Satz bei Werder und gleichzeitig eine Maxime aller Spieler und Verantwortlichen: „Wir schauen nur auf uns“. Auch in Leverkusen wurde dieser Satz wieder ausgesprochen, von Miroslav Klose zum Beispiel und von Clemens Fritz.
Ein oft gehörter Satz bei Werder und gleichzeitig eine Maxime aller Spieler und Verantwortlichen: „Wir schauen nur auf uns“. Auch in Leverkusen wurde dieser Satz wieder ausgesprochen, von Miroslav Klose zum Beispiel und von Clemens Fritz.
Ein oft gehörter Satz bei Werder und gleichzeitig eine Maxime aller Spieler und Verantwortlichen: „Wir schauen nur auf uns“. Auch in Leverkusen wurde dieser Satz wieder ausgesprochen, von Miroslav Klose zum Beispiel und von Clemens Fritz. Sie haben sich dieses Credo eingepflanzt, sie pflegen es und sie beweisen es. Seit dem Schlusspfiff in der BayArena ist Werder allerdings genötigt, doch mal zum Rivalen zu schielen, denn am kommenden Sonntag (04.02.2007, 17 Uhr) trifft die Mannschaft auf den punktgleichen FC Schalke 04. Natürlich bestimmt dieses Spiel nun das Interesse und tat das auch schon in den Katakomben der BayArena. Dieses Spiel um die „so genannte Wurst“, wie Tim Borowski launig formulierte.
Diese Wurst, wenn man so will, sind am Sonntag drei Punkte, mit denen man den engsten Konkurrenten auf Distanz halten und die Abstände zu den Verfolgern vielleicht sogar noch größer werden lassen kann. Kein Wunder, dass mancher die drei Punkte schon für doppelt so wertvoll hält. Ein Sechs-Punkte-Spiel? „Nein“, widersprach Geschäftsführer Klaus Allofs, „die Punkte hier waren genau so wichtig, die muss man auswärts erstmal holen“. Auch die meisten anderen versuchten, dem Topspiel am Sonntag etwas von seiner zugeschriebenen Bedeutung zu nehmen. „Da wird keine Vorentscheidung fallen“, meinte etwa Per Mertesacker. „Wir haben noch 15 Spiele“, rechnete Klaus Allofs vor – nach Schalke werden noch 42 Punkte vergeben. Doch bei aller Zurückhaltung wird auch deutlich, dass es natürlich doch kein Spiel ist wie jedes andere: „Darauf freuen sich alle“, räumt etwa Tim Borowski ein, Torsten Frings erwartet, dass das Spiel „schön“ wird und Cheftrainer Thomas Schaaf weiß, dass es „unheimlich viel Aufmerksamkeit erfahren“ wird.
Mehr Aufmerksamkeit als ihm lieb war, schenkte Schiedsrichter Lutz Wagner Torsten Frings in der 37. Minute. Das Spiel war wegen eines Abseitspfiffs bereits unterbrochen als Frings aus günstiger Position aufs Tor schoss. „Ich war mir ganz sicher, dass es kein Abseits war“, sagte Frings – seine Konzentration auf den Torschuss hatte den akustischen Reiz des Pfiffs ausgeblendet. Optisch war nix zu machen: „Torsten hatte den Linienrichter, der die Fahne gehoben hatte, im Rücken“, hatte Klaus Allofs beobachtet. Lutz Wagner überzeugten diese Argumente nicht, er unterstellte Frings, auf Zeit spielen zu wollen, mitten in der ersten Halbzeit. Die Folge: Nach seiner fünften gelben Karte muss der Antreiber im Spitzenspiel aussetzen.
„Er wird uns fehlen, keine Frage“, sagte Thomas Schaaf, der die fragliche Szene gewohnt unaufgeregt kommentierte: „Die Regel gibt das so her. Das ist nicht gut für uns, aber der Schiedsrichter hat so entschieden.“ „Übertrieben“ fand es Klaus Allofs, „wenn immer so konsequent gepfiffen würde, okay…“ sagte er noch. Frings selbst vermisste „Fingerspitzengefühl“. Einig ist sich der unglückliche „Sünder“ aber mit seinem Coach, dass die Mannschaft das kompensieren könne. „Das hat unser Kader schon oft genug bewiesen“, ist Schaaf unbesorgt.
Was in Leverkusen mit Frings galt, wird am Sonntag gegen Schalke auch ohne Frings gelten – von Klaus Allofs selbstbewusst formuliert, schon oft bestätigt und in Leverkusen zufrieden wiederholt, noch so ein Werder-Satz: „Man muss schon sehr gut spielen, um uns zu schlagen.“
von Enrico Bach, Kevin Kohues und Tino Polster
