Den Erfurtern mangelte es in der Vorbereitung noch ein wenig an Konstanz, wie Trainer Leopold bestätigt: "Zur Zeit ist die Mannschaft wie eine Wundertüte, man weiß nie, was einen erwartet." Zwar sicherte sich RWE beim Bundesligaturnier des SV Ochsenhausen den Turniersieg und ließ Mannschaften wie Arminia Bielefeld, den Karlsruher SC und Rot-Weiss Essen hinter sich, doch gingen die letzten beiden Testspiele verloren. Gegen die SpVgg Greuther Fürth musste Erfurt eine 0:4-Niederlage hinnehmen und dem 1. FC Nürnberg unterlagen die Thüringer mit 1:3. Zudem machen sich auch einige Personalsorgen breit. Neben den beiden langzeitverletzten Schröder und Göbel sind auch Ströhl, Handke, Eckermann und Schubert angeschlagen. Allerdings hofft Leopold, dass der eine oder andere bis zum Sonntag wieder fit ist. "Erfurt wird dennoch durch den Turniersieg mit einem großen Selbstvertrauen nach Bremen kommen", so Werder-Coach Mirko Votava, der die Stärken der Erfurter kennt: "Sie spielen sehr diszipliniert und sind sehr zweikampfstark. Da müssen wir gegenhalten und unsere eigenen fußballerischen Stärken durchbringen."
An das letzte Aufeinandertreffen erinnern sich die Bremer nur ungern zurück. Mitten im Meisterschaftskampf musste Werder in Erfurt eine unglückliche 1:3-Niederlage hinnehmen. "Da haben wir noch etwas gut zu machen", fordert Votava. Auf "Platz 11" war für die Gäste, die dem Abstieg in der vergangenen Saison nur knapp entgingen, jedoch bislang gar nichts zu holen. Seit dem Bestehen der Junioren-Bundesliga setzte sich das Team von Trainer Mirko Votava in den zwei Partien in Bremen deutlich mit 6:1 und 5:3 durch.
Norman Ibenthal