Gleich nach sechs Minuten stand die Bremer Innenverteidigung alles andere als glücklich und musste die frühe Führung der Hessen hinnehmen. Es war die erste Chance der Hessen, die bis zu diesem Zeitpunkt nur selten über die Mittellinie kamen, so sehr beherrschten die Bremer in der Anfangsphase das Geschehen. Die jungen Bremer ließen sich dadurch aber nicht beirren und agierten weiter in Richtung des hessischen Tores, konnten aber nur bis zum Strafraum kombinieren. Als Werders Bastian Kühn in der 12. Minute Viktor Felker mustergültig bediente konnte der hessische Torwart dessen strammen Schuss gerade noch halten, doch der Werderaner Marcus Kohls bewies Torinstinkt und vollendete zum 1:1-Ausgleich. Bremens Torwart Benedict Behrens, ebenfalls von Werder, glänzte danach mehrfach und hielt sein Team im Spiel bevor Bastian Kühn die nächste große Chance der Bremer vertat. Schrecksekunde dann für die Bremer, als Abwehrchef und Mannschaftskapitän Clemens Schoppenhauer bereits vor der Pause verletzt ausgewechselt werden musste.
Nach dem Wechsel spielten beide Teams weiter nach vorne, ohne jedoch die gegnerischen Abwehrreihe wirklich ernsthaft in Gefahr bringen zu können. In der 40. Minute scheiterte Bastian Kühn freistehend vor dem Torwart. Dann wurde jedoch eine Unaufmerksamkeit in der Bremer Hintermannschaft gnadenlos ausgenutzt. Ein 16m-Distanzschuss sprang vom Innenpfosten ins Bremer Tor. Der kleinste Fehler wird auf diesem Niveau bestraft.
Es spricht für die Moral der Bremer, dass sie nach dem erneuten Rückstand nicht den Kopf hängen ließen, sondern weiter an ihre Chance glaubten. Diese Einstellung sowie einige taktische Umstellungen und Wechsel des Trainergespanns führten dazu, dass Bremen den Platz doch noch als Sieger verließ. Zuerst war es Werders Norman Kientopp, der zwölf Minuten vor dem Ende den Ball gefühlvoll aus 16 m in den Torwinkel setzte, dann nur zwei Minuten später ein wuchtiger Kopfball von seinem Vereinskollegen Florian Nagel nach Ecke von Lennart Siebrecht – 3:2 für Bremen! Den Schlusspunkt setzte in der letzten Minute Lennart Kettner mit seinem Treffer zum 4:2 nachdem Bastian Kühn sich hervorragend durchsetzte und vorbildlich den besser postierten Kettner anspielte.
Quelle BFV