Zum Auftakt gab es den spannenden Vergleich mit dem VfL Wolfsburg. Beim Turnier in Eberswalde hatten sich die Bremer in kurzer Spielzeit vorführen lassen. Somit war genug Motivation vorhanden. Leider fiel Torjäger Norman Kientopp mit Stirnhöhlenvereiterung aus. Das mit einigen Gastspielern gespickte Werder-Team musste sich dann erst einmal einspielen. Dies nutzte die Wolfsburger nach drei Minuten zum 0:1. Ein Rückpass von Clemens Schoppenhauer zum Torwart war etwas zu kurz geraten. Dann schlug Werder aber zurück. Marcus Kohls passte auf Bastian Kühn, der vollendete zum Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann engagierter. Nachdem Werder sich vor der Pause sehr stark zurückgehalten hatte und den Gegner in Abwehr und Mittelfeld schalten und walten ließ, ging es jetzt engagiert in die Zweikämpfe. Bastian Kühn belohnte das Engagement mit der 2:1-Führung. Die vorgenannten Entschlossenheit ließen die Bremer kurz danach aber vermissen und hatten nur vier Minuten Freude. Das 2:2 der Wölfe war letztlich auch der verdiente Endstand.
Die stärkste Halbzeit gab es gegen Hannover 96 zu bewundern. 25 Minuten ließen die Grün-Weißen den 96ern nahezu keine Chance und gingen mit zwei Toren von Marcus Kohls beruhigt in die Halbzeit. Jetzt lief der Ball schon viel besser und Werder war auch in der Zweikampfbilanz den Roten deutlich überlegen. Etwas hochnäsig ging es aus der Pause. Dies wurde gleich mit dem 1:2-Anschlusstreffer bestraft. Jetzt hieß es einige Minuten zittern, bevor Benjamin Ciosanski den Ball in die Maschen setzte und den alten Abstand wieder herstellte. Zwar kam 96 im Gegenzug ein weiteres Mal heran, die weiteren Chancen ließen sie aber ungenutzt. Eyüp Aktas krönte seine gute Leistung mit dem 4:2.
Nach den Ergebnissen der anderen Spiele (Hannover-Osnabrück 2:2, Wolfsburg-Osnabrück 0:0) war im letzten Spiel ein Erfolg gegen Osnabrück nötig, um den ersten Platz zu verteidigen. Das gesamte Spiel waren die Werderaner hoch überlegen, spielten sich zahlreiche Chancen heraus, waren aber im Abschluss nicht clever genug. Da war es wohl gut, dass Benjamin Ciosanski einen von außen herein gespielten Ball nicht richtig traf und dieser ins lange Eck einschlug. Nach 22 (!) Minuten war der Bann gebrochen. Zwei Mal Bastian Kühn und Roman Reschke erhöhten nach dem Seitenwechsel auf 4:0.
Am Ende stand ein toller Erfolg, den sich die Jungs im Verlauf des Turnieres zunächst erarbeitet und später auch erspielt haben. Die Gastspieler zeigten tolle Leistungen und erwiesen sich als Verstärkungen. Herauszuheben sind des Weiteren die starken Leistungen von Clemens Schoppenhauer und Marcus Kohls.
Harald Albrecht