Interview mit Max Kruse: Wir wollen Meister werden

Wechselte in der Winterpause vom SC Vier- und Marschlande zu Werder Bremen: Max Kruse
Junioren
Montag, 13.02.2006 / 17:28 Uhr

Zusammen mit Martin Harnik schoss Max Kruse den SC Vier- und Marschlande an die Spitze der A-Jugend-Regionalliga Nord. Gemeinsam wechselten sie in der Winterpause nach Bremen und wollen nun bei Werder ihr Talent beweisen. Im Interview spricht der 17-Jährige über seinen Wechsel und seine Ziele bei Werder Bremen.

 

Vier Wochen sind nach deinem Wechsel zu Werder vergangen. Hast du dich gut in Bremen eingelebt?

Es ist zwar eine große Umstellung, von zu Hause fortzugehen und in eine fremde Stadt und eigene Wohnung zu ziehen, aber bis jetzt läuft alles wunderbar. Ich bin von der Mannschaft super aufgenommen worden und auch in der Ausbildung ist alles bestens.

 

Du lässt dich bei Werder zum Sport- und Fitnesskaufmann ausbilden. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich nehme meine Trainingsklamotten gleich mit zur Arbeit. Die muss ich ja nicht weit schleppen, da ich zu Fuß in zehn Minuten am Stadion bin. Meistens arbeite ich dann bis 16 Uhr und gehe dann einfach 200 Meter weiter zum Training. Fast alle Wege hier sind total kurz. Das ist klasse.

 

Auch der Hamburger SV wollte dich verpflichten. Warum hast du dich für Werder entschieden?

Bei Werder habe ich gespürt, dass sie mich unbedingt holen wollten. Man hat uns in mehreren Spielen beobachtet und viel mit uns gesprochen. Das Umfeld in Bremen hat mir auch besser gefallen. Die Anfahrtswege sind kurz und auch die Ausbildung kann ich direkt bei Werder machen. Das wäre in Hamburg alles nicht der Fall gewesen. Außerdem habe ich das auch nur indirekt gehört, dass sie Interesse haben.

 

Warum wurde das Talent von dir und Martin nicht schon eher entdeckt?

Wir wurden in den vergangenen Jahren häufiger beobachtet und zum Probetraining bei einigen Bundesligisten eingeladen. Aber ich wollte einfach noch nicht wechseln. Doch jetzt fand ich es den richtigen Zeitpunkt, eine neue Herausforderung zu suchen.

 

Ist dir die Entscheidung leicht gefallen, in der Winterpause zu wechseln?

Nein, zumal meine ehemaligen Teamkollegen mich auch gebeten haben, bis zum Saisonende zu bleiben. Schließlich will der SC in die Junioren-Bundesliga aufsteigen. Aber in dieser Situation musste ich an mich und meine sportliche Entwicklung denken. Es war wichtig, diesen Schritt jetzt zu machen. Ich bin aber sicher, dass sie auch ohne Martin und mich den Aufstieg schaffen.

 

Mit Martin zusammen hast du für deinen Ex-Verein fast die Hälfte aller Treffer erzielt. Er spielt bei der U 23 und du bei der U 19. Fehlt er dir jetzt in der Mannschaft?

Es ist immer gut, wenn man die Laufwege des anderen kennt und weiß, dass er die Bälle auch reinmacht. Aber diese Abstimmung werde ich auch mit den anderen Spielern finden. Außerdem hoffe ich, den Sprung zu der U 23 zu schaffen und dann wieder mit ihm zusammenzuspielen.

 

Was war bisher die größte Umstellung für dich?

Zum einen ist das Spieltempo viel höher. Der Ball wird nicht lange am Fuß gehalten, sondern schnell weitergespielt. Und zum anderen muss ich mich erst an die neue Position gewöhnen. Ich habe vorher im offensiven Mittelfeld gespielt und bin jetzt linker Verteidiger. Ich versuche aber immer noch, viel nach vorne zu arbeiten.

 

Wo liegen deine Stärken und Schwächen?

Eine Stärke von mir ist sicherlich eine gute Übersicht im Spiel, mit der ich Tore vorbereiten kann. Dagegen muss ich in der Schnelligkeit und im Kopfballspiel noch zulegen. Und ich muss an meiner Kritikfähigkeit arbeiten.

 

Hast du ein sportliches Vorbild?

Nein, ich mache mir nicht viel daraus zu sagen, ich will später einmal so werden wie der oder der Spieler.

 

Wie hast du deinen neuen Trainer Mirko Votava bislang erlebt?

Sehr positiv. Er hat mich mit nach Göttingen zum Hallenturnier genommen und mir von Beginn an das Vertrauen geschenkt. Er spricht viel mit den Spielern und muntert einen auf, wenn es mal nicht so läuft.

 

Mit Werder kämpfst du nun um die Meisterschaft. Wie stehen eure Chancen?

Ich bin davon überzeugt, dass wir den Titel holen. Wir haben noch ein Nachholspiel gegen den HSV und könnten mit einem Sieg wichtige Punkte holen. Doch es wird spannend bleiben. Gegen Hertha kann es am letzten Spieltag zum Endspiel kommen. Die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften wäre ein Traum.

 

Interview: Norman Ibenthal

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