Ist dir die Entscheidung leicht gefallen, in der Winterpause zu wechseln?
Nein, zumal meine ehemaligen Teamkollegen mich auch gebeten haben, bis zum Saisonende zu bleiben. Schließlich will der SC in die Junioren-Bundesliga aufsteigen. Aber in dieser Situation musste ich an mich und meine sportliche Entwicklung denken. Es war wichtig, diesen Schritt jetzt zu machen. Ich bin aber sicher, dass sie auch ohne Martin und mich den Aufstieg schaffen.
Mit Martin zusammen hast du für deinen Ex-Verein fast die Hälfte aller Treffer erzielt. Er spielt bei der U 23 und du bei der U 19. Fehlt er dir jetzt in der Mannschaft?
Es ist immer gut, wenn man die Laufwege des anderen kennt und weiß, dass er die Bälle auch reinmacht. Aber diese Abstimmung werde ich auch mit den anderen Spielern finden. Außerdem hoffe ich, den Sprung zu der U 23 zu schaffen und dann wieder mit ihm zusammenzuspielen.
Was war bisher die größte Umstellung für dich?
Zum einen ist das Spieltempo viel höher. Der Ball wird nicht lange am Fuß gehalten, sondern schnell weitergespielt. Und zum anderen muss ich mich erst an die neue Position gewöhnen. Ich habe vorher im offensiven Mittelfeld gespielt und bin jetzt linker Verteidiger. Ich versuche aber immer noch, viel nach vorne zu arbeiten.
Wo liegen deine Stärken und Schwächen?
Eine Stärke von mir ist sicherlich eine gute Übersicht im Spiel, mit der ich Tore vorbereiten kann. Dagegen muss ich in der Schnelligkeit und im Kopfballspiel noch zulegen. Und ich muss an meiner Kritikfähigkeit arbeiten.
Hast du ein sportliches Vorbild?
Nein, ich mache mir nicht viel daraus zu sagen, ich will später einmal so werden wie der oder der Spieler.
Wie hast du deinen neuen Trainer Mirko Votava bislang erlebt?
Sehr positiv. Er hat mich mit nach Göttingen zum Hallenturnier genommen und mir von Beginn an das Vertrauen geschenkt. Er spricht viel mit den Spielern und muntert einen auf, wenn es mal nicht so läuft.
Mit Werder kämpfst du nun um die Meisterschaft. Wie stehen eure Chancen?
Ich bin davon überzeugt, dass wir den Titel holen. Wir haben noch ein Nachholspiel gegen den HSV und könnten mit einem Sieg wichtige Punkte holen. Doch es wird spannend bleiben. Gegen Hertha kann es am letzten Spieltag zum Endspiel kommen. Die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften wäre ein Traum.
Interview: Norman Ibenthal