Auch nach dem Führungstreffer der Oldenburger, der nach etwa zwanzig Minuten fiel, war nur wenig Aufbäumen zu spüren. Stattdessen befassten die Bremer sich viel zu sehr mit dem Boden, dem Schiedsrichter und dem Mitspieler. Kurz gesagt, mit allem, nur nicht mit dem eigenen Spiel. Dies war mit Ausnahme von Marcus Kohls, der nach längerer Pause wenigstens Einsatzbereitschaft und einige Ideen an den Tag legte, viel zu wenig. Zwar waren einige Spieler bemüht, aber dies reichte einfach nicht. Am Ende stand ein 0:4 gegen einen sicherlich nicht übermächtigen Gegner.
Am Sonntag lief es beim 3:3-Unentschieden gegen Kickers Emden in der ersten Halbzeit nicht viel besser. Werder präsentierte sich vor der Pause ein wenig ungeordnet, war zu zaghaft in den Zweikämpfen und konnte auch im Spiel nach vorne kaum überzeugen. In der Zweikampftechnik sowie in puncto Cleverness gab es Nachholbedarf. So gingen die Hausherren verdient mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.
Mit einigen Umstellungen ging es in der zweiten Halbzeit erheblich engagierter und auch erfolgreicher zur Sache. Mit zwei Treffern von Bastian Kühn, einmal per Einzelaktion und einmal nach tollem Zuspiel von Melvin Lamberty ging Werder 2:1 in Führung. Benjamin Ciosanski hätte diesen Vorsprung zum vorentscheidenden 3:1 ausbauen müssen, scheiterte aber. Die Einwechslung ihres größten Stürmers und einige Stellungsfehler in Werders Viererkette brachte Emden innerhalb von zwei Minuten wieder auf die Siegerstrasse. Ciosanski konnte aber nach Zuspiel von Marcus Kohls erneut ausgleichen. Wenig später hatte der Werderaner sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Nach einem Solo von Bastian Kühn auf der linken Seite und guter Hereingabe, landete der Ball aber in den Wolken.