Eine Begegnung mit Torgarantie: Im Durchschnitt fielen beim Zusammentreffen der beiden Teams in der höchsten deutschen Spielklasse in Bremen sechs Treffer! Gegen Hamburg zeigten sich die Werderaner, die in der laufenden Saison mit 35 Toren bislang die meisten Tore erzielt haben, besonders treffsicher. Einem 5:0 in der Spielzeit 2003/04 folgte ein 4:3 im Juni 2005.
Doch die Hamburger präsentieren sich derzeit in einer absoluten Topform. Seit fünf Spieltagen ist der Nord-Rivale ungeschlagen. Zuletzt trennte sich der HSV vom VfL Wolfsburg mit einem 1:1-Unentschieden. Zwar haben die Hanseaten mit 22 Treffern im Vergleich mit den anderen Mannschaften in der Spitzengruppe die wenigsten Tore erzielt, doch mit neun Gegentoren auch die wenigsten zugelassen. "Der HSV ist sehr defensiv ausgerichtet, besitzt aber die Qualität, jederzeit schnell auf die Offensive umzuschalten und Druck auf den Gegner auszuüben", so Mirko Votava, der mit seinem Team versuchen will, die Erfolgsserie der Hamburger zu stoppen.
Mit einem Erfolg könnten die Bremer, die auf eigenem Platz bislang noch keinen Punkt abgeben mussten, den Abstand auf den HSV auf sieben Zähler ausbauen. "Bei einem Sieg können wir dann ganz befreit und mit breiter Brust nach Berlin zum Spitzenduell fahren", erklärt Votava. Personell muss der Bremer Coach am Sonntag auf Benjamin Westö verzichten, der aus schulischen Gründen nach Finnland reiste. Auch hinter den Einsätzen von Jens Hirsig, Thomas Johrden (waren beide unter der Woche krank) und Renke Pflug (Fuß-Prellung) stehen noch kleine Fragezeichen.
Norman Ibenthal