Werder Bremen war sofort präsent und erspielte sich ein deutliches Übergewicht. Der Gastgeber setzte dem spielerischen Plus der Werderaner den schon traditionellen Kampfgeist entgegen. Etwas überraschend gingen die Kieler „Störche“ in Führung. Nach einer Ecke kam Torwart Tom Neukam zu spät, so dass Kiels Tobias Fölster keine Probleme hatte, den Ball per Kopf ins Tor der Gäste zu versenken (19.). Die Grün-Weißen aus Bremen steckten diesen Gegentreffer schnell weg und erarbeiten sich seinerseits Chancen. In der 26. Minute glich Werder Bremen durch Levent Aycicek zum 1:1 aus. Diesem Treffer war eine sehenswerte Kombination vorausgegangen. Oliver Ihnken wurde im Strafraum der Kieler glänzend freigespielt. Sein Querpass vor das Kieler Tor erreichte Levent Aycicek, der aus kurzer Distanz einschob.
Nach der Halbzeitpause setzte Werder Bremen die Kieler Gastgeber sofort unter Druck. Der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ein lang geschlagener Eckball wurde von Andre Thoben mit einem Lupfer wieder vor das Tor der Kieler gehoben. Kiels Torwart Frommer klebte auf der Linie, so dass Alexander Hahn relativ unbehindert zum 2:1 für Werder Bremen einnetzen konnte (48.). Holstein Kiel antwortete auf den Rückstand mit wuchtigen Angriffen. Die Partie wurde nun von beiden Teams deutlich intensiver gespielt. Werder Bremen lies sich von seinem Siegeswillen nicht abbringen und erhöhte durch Patrick Lizius in der 66. Minute auf 3:1. Zuvor war Özkan Yildirim schneller als Kiels Torwart Frommer. Werders Kapitän konnte vor der Grundlinie einen scheinbar verlorenen Ball erorbern und auf den gerade eingewechselten Patrick Lizius spielen, der wiederum keine Probleme hatte, den Ball ins Netz zu schieben.
Trainer Viktor Skripnik brachte mit Dustin Beer für Oliver Ihnken und Felix Robrecht für Levent Aycicek frische Kräfte ins Spiel. Dennoch war die Begegnung noch nicht entschieden, insbesondere nach dem Anschlusstreffer für Holstein Kiel (71.). Diesem Treffer ging ein Querpass von Innenverteidiger Andre Thoben auf Tom Neukam voraus. Werders Torwart rutschte aus und musste zusehen wie Kiels Tjark Gutzeit zum 2:3 einschoss. Nach diesem Treffer wurde es für Werder Bremen noch einmal brenzlig. Mit großem Einsatz brachten die Bremer Gäste den Sieg letztendlich sicher nach Hause.
In vierzehn Tagen erwartet der Werder-Nachwuchs im Nordderby den HSV. Mit einem Sieg könnte das Team von Viktor Skripnik in der Tabelle punktemäßig mit dem Nordrivalen aus Hamburg gleichziehen.
Holstein Kiel: T. Frommer - Acer, Rehfeldt, F. Schulz (77. Ramadanoski), Höckendorff - Joswig (63. Lorenzen), Schubert, Gutzeit, Fölster - Kaak (72. Claus), Bento (57. Kaps)
Werder Bremen: Neukam - von Haacke, Hahn, El Hasni, Thoben - Yildirim, Röcker, Dadier (52. Ahrens), Aycicek (71. Robrecht) - Ferfelis (62. Lizius), Ihnken (70. Beer)
Tore: 1:0 Fölster (19.), 1:1 Aycicek (26.), 1:2 Hahn (48.), 1:3 Lizius (66.), 2:3 Gutzeit (71.)
Gelbe Karten: Schubert, Bento (beide Kiel) - von Haacke, Hahn (beide Werder)
Schiedsrichter: Markhoff (Suckow)
Zuschauer: 50