Im "DFB.de-Gespräch der Woche" mit DFB-Mitarbeiter Stephan Eiermann spricht Lennart Thy über seine erste Weltmeisterschaft, die Chancen für das Turnier und ihre Perspektiven für die Zukunft.
War das Spiel gegen Honduras eine besondere Drucksituation für Sie und die Mannschaft?
Lennart Thy: Wir wussten, dass es um alles oder nichts geht und wir alles geben müssen. Das ist auch eine Kopfsache. Aber mir persönlich sind solche Spiele lieber als irgendwelche Freundschaftsspiele. Vielleicht brauchen wir als Mannschaft solche Situationen. Ich persönlich kann mit dem Druck sehr gut umgehen und versuche, ihn in eigene Stärke umzuwandeln.
Den Druck haben Sie durch die Rückschläge gegen Nigeria und Argentinien auch selbst erzeugt. Bei beiden Spielen lag die DFB-Auswahl in Führung. Wie erklären Sie sich, dass dennoch jeweils kein Sieg dabei rauskam?
Wir haben beide Spiele bereits in der Hand gehabt und jeweils 60 Minuten überzeugt. Dann haben wir, beide Begegnungen zusammen genommen, in neun Minuten fünf Gegentore bekommen. Diese Schockerlebnisse musste die Mannschaft erstmal verdauen.
Eine Weltmeisterschaft ist ein besonderes Turnier. Wie ist das für Sie als junge Spieler, die erste Weltmeisterschaft, die auch noch in Afrika, zu spielen?
Für mich ist das eine tolle Sache und ich finde es gut, dass solch ein bedeutendes Juniorenturnier in Westafrika stattfindet. Ich sehe es auch als Chance für den Fußball, dass jetzt alle WM-Turniere innerhalb kurzer Zeit auf diesem Kontinent ausgetragen werden. Dabei haben sich auch viele Dinge so bestätigt, wie wir es im Vorfeld erwartet haben. Das Wetter mit den hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sind gewöhnungsbedürftig. Aber die Begeisterung und Freude der Menschen hier ist einzigartig.