"Ich bin ja noch so jung, das so etwas so schnell kommt, hätte ich nie gedacht", sagte der 17-Jährige, als das Team der Sportschau ihm am Sonntag an Hannovers Flughafen die begehrte Medaille überreichte. Dort checkte die ganze Familie ein, zusammen mit Vater Heiko, Mutter Anke und Schwester Samantha geht es für Florian Trinks in den wohlverdienten, zweiwöchigen Sommerurlaub nach Menorca.
"Florian ist nun schon seit drei Jahren im Werder-Internat, seitdem sehen wir uns natürlich nur noch selten und freuen uns auf den gemeinsamen Urlaub", sagte die stolze Mutter Anke, die beim Tor gar nicht so recht hinsehen konnte: "Ich konnte nicht auf meinen Sohn, sondern nur auf's Tor gucken. Es war der Wahnsinn, als der Ball dann tatsächlich im Netz landete."
Trinks hatte sich beim Endspiel in Magdeburg in der 97. Minute den Ball zum Freistoß zurecht gelegt und ihn aus halblinker Position und 28 Metern Tor-Entfernung in den linken Winkel gedroschen. Die Fünf-Mann-Mauer und Oranje-Keeper Patrick ter Mate schauten dem Geschoss staunend hinterher und mussten machtlos mit ansehen, wie die deutsche Nationalelf in der Verlängerung in Führung ging.
"Das war das heftigste Gefühl, das ich je gehabt habe", versucht Trinks den Moment in Worte zu fassen, in dem er den Ball ins Tor fliegen sah. "Ich habe mich sehr gefreut, dass ich der Mannschaft helfen konnte, aber auch über die Auszeichnung zum Torschützen des Monats bin ich sehr glücklich", so Trinks weiter.
Im Spanien-Urlaub will die Bremer Nachwuchs-Hoffnung nun etwas Abstand vom Fußball gewinnen: "Vielleicht, kicken wir ein bisschen am Strand, ich möchte aber vor allem ein paar Wassersportarten ausprobieren."