Für Werders U 19 war das Endspiel gegen einen sich stark wehrenden Gegner zunächst keine einfache Aufgabe. Zwar sorgte Gökhan Aktas nach 14 Minuten für die erwartete Führung, doch den Gästen gelang wenig später der Ausgleich (23.). Bis zur Pause bissen sich die Grün-Weißen an der engagierten Defensive der Bremerhavener die Zähne aus, die erneute Führung wollte nicht gelingen. Im zweiten Durchgang ließen die Kräfte beim Gegner dann jedoch nach und Werder münzte seine Überlegenheit auch in Treffer um. Ein Doppelschlag von Patrick Derdak (61./64.) sorgte für die Entscheidung. Marco Ordenewitz (80./FE) und Dino Fazlic (89.) sorgten für den auch in der Höhe verdienten Endstand.
Trainer Mirko Votava zeigte sich am Ende zufrieden: "Nach dem Höhepunkt gegen den Hamburger SV am Wochenende war es nicht leicht für meine Mannschaft wieder umzuschalten. Aber sie haben das sehr gut gelöst. Wir waren die klar bessere Mannschaft und sind auch ruhig geblieben, als die Gäste doch einmal durchkamen und ihr Tor gemacht haben."
Die U 17-Auswahl von Werder Bremen hat das Finale des Bremer Landespokals überraschend knapp mit 2:1 gewonnen. Die meisten Beobachter des Spiels waren jedoch während der gesamten Partie vom Erfolg der höherklassigen und mit ihren beiden U 17-Europameistern angetretenen Grün-Weißen überzeugt. Lennart Thy und Florian Trinks wurden am Ende den großen Erwartungen gerecht und sorgten für die beiden entscheidenden Treffer.
Werder begann stark und ging früh mit 1:0 in Führung, Lennart Thy verwandelte einen Abpraller, nachdem Aljoscha Hyde am Weyher Torwart gescheitert war. In der ersten Hälfte fielen keine weiteren Tore, Werder-Coach Victor Skripnik war dennoch zufrieden: "Meine Mannschaft war klar überlegen".
Direkt nach der Pause kassierte Werder aus heiterem Himmel den Ausgleich (42.), "das war deren zweiter oder dritter Torschuss und natürlich bitter für uns", sagte Skripnik, der aber schon wenige Minuten später wieder Grund zur Freude hatte. Lennart Thy (Skripnik: "Lennart Thy, wer sonst?") schnappte sich den Ball, drang bis zur Grundlinie vor und legte dann in den Strafraum zurück auf seinen Nationalmannschaftskollegen Florian Trinks, der zum 2:1 (47.) einschoss. In der Folge dominierte Werder klar und erarbeitete sich haufenweise beste Torchancen. Doch Pfosten, Latte und der gegnerische Keeper verhinderten eine höhere Führung. "Meine Jungs waren einfach präsent. Wir waren sehr viel näher am 3:1 als der Gegner am Ausgleich. Dennoch muss ich Weyhe ein großes Kompliment machen, sie haben alles versucht und alles gegeben", so Skripnik.