Erst das insgesamt achte Tor der Begegnung gegen den VfL Oldenburg in der 83. Minute zum 5:3 für Werder brachte die Entscheidung zugunsten der U 18. Bis dahin musste am Donnerstagabend bezüglich des Ergebnisses mit allem gerechnet werden.
Erst das insgesamt achte Tor der Begegnung gegen den VfL Oldenburg in der 83. Minute zum 5:3 für Werder brachte die Entscheidung zugunsten der U 18. Bis dahin musste am Donnerstagabend bezüglich des Ergebnisses mit allem gerechnet werden.
Werder kam gut in die Partie, bestimmte das Spiel und hatte mit Tim-Nils Wrieden, der alleine vor dem Torwart auftauchte und an ihm scheiterte (20.) sowie Marco Ordenewitz, der kurz vor der Torlinie von einem Abwehrspieler gestoppt wurde (21.), Chancen in Führung zu gehen. Stattdessen gerieten die Grün-Weißen nach eigener Ecke durch einen Konter mit 0:1 in Rückstand (22.).
Nach kurzer Verunsicherung fing sich die junge Grote-Elf wieder und folgerichtig kam man zum Ausgleich: Gökhan Aktas schlug von halbrechts einen Freistoß vor das Tor, Fabian Burdenski setzte das Leder per Kopf an den Pfosten und Artur Piperkov verwandelte im Nachschuss (39).
In der zweiten Spielhälfte sollten sich dann die Ereignisse überschlagen. Insgesamt sechs Tore bekamen die rund 200 Zuschauer im Stadion an der Alexanderstraße zu sehen. Werder zog auf 3:1 davon. Der zur Halbzeit eingewechselte Nick Köster setzte sich wunderbar über die linke Seite durch, flankte nach innen, wo Wrieden direkt abzog, am Torwart scheiterte, doch den Nachschuss konnte Marco Ordenewitz zur Führung nutzen (48.). Lediglich sechs Minuten später flankte Alberto Coll von rechts, Ordenewitz war mit dem Kopf zur Stelle, traf lediglich den Pfosten und es blieb Köster vorbehalten mit dem zweiten Versuch die scheinbar sichere 3:1-Führung herzustellen. Somit wurden alle drei Tore durch den so genannten „zweiten Ball“ erzielt. Ein Stellungsfehler und ein Ballverlust im Spielaufbau brachten die Gastgeber innerhalb von drei Minuten wieder ins Spiel: Ein langer Ball in die Spitze fand einen völlig frei stehenden VfL-Spieler, der alleine auf Torwart Tim Meyer zulief und keine Mühe hatte den Anschluss herzustellen (60.). Die 63. Minute brachte das 3:3 für die Oldenburger: Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte auf der rechten Seite war dafür verantwortlich.
Doch von Schock war keineswegs etwas erkennbar. Die Grün-Weißen zeigten den absoluten Siegeswillen und wurden belohnt. Mantas Mazeikis verfehlte zwar mit einem Kopfball noch knapp das Tor (69.) und Keeper Meyer musste fast im Gegenzug mit einer sensationellen Reaktion in einer 1:1-Situation das Unentschieden sichern (70.). Doch wenig später nahm Aktas in seiner typischen Art einen Ball vor dem gegnerischen Strafraum auf, lief parallel zur Strafraumgrenze und setzte den Ball aus der Drehung zum 4:3 in die Maschen (79.). Mazeikis setzte dann in der 83. Minute den Schlusspunkt, als er einen Pass von Boris Koweschnikow aufnahm und alleine auf den Keeper zulief. Wie auch am vergangenen Samstag gegen den VfB Oldenburg, als er in gleicher Situation den Siegtreffer erzielte, behielt Mazeikis die Übersicht, spielte den Torwart aus und erzielte den Endstand zum 5:3.
Mit diesem Auswärtserfolg konnte der 2. Tabellenplatz in der Regionalliga Nord zunächst gesichert werden.
Werder Bremen: Tim Meyer – Kevin Behrens, Ralf Bulang (46. Florian Stütz), Artur Piperkov, Jannis Berendt (46. Nick Köster) – Yannick Rolf, Fabian Burdenski, Tim-Nils Wrieden (75. Boris Koweschnikow), Gökhan Aktas - Alberto Coll (68. Mantas Mazeikis), Marco Ordenewitz
