Dabei begann die Partie recht hoffnungsvoll: Bereits nach acht Minuten brachte Marco Ordenewitz sein Team mit 1:0 in Führung. Vorausgegangen war ein Angriff über die linke Seite über vier Stationen, an dessen Ende Boris Koweschnikow den finalen Pass spielte. In der Zeit bis zum Ausgleich (37.) hatte Werder reichlich Möglichkeiten, die Führung auszubauen: Ordenewitz zielte knapp über das Tor (16.), Jonas Künne traf nur den Pfosten (13.), Ordenewitz scheiterte am Torwart der Gäste (24.), Gökhan Aktas verfehlte auch das Tor (30.) und Christoph Taute konnte den Ball mit einer verunglückten Flanke ebenfalls nicht im Tor unterbringen (33.). Doch unmittelbar vor dem Pausenpfiff fiel dann doch noch die hoch verdiente Führung für die Grün-Weißen: Nach einem Doppelpass mit Aktas vollendete erneut Ordenewitz zum 2:1.
Als beide Mannschaften nach der Pause den Platz wieder betraten, standen sie erst einmal im Dunkeln. Die Flutlichtanlage auf Platz 14 hatte ihren Dienst eingestellt. Der Schiedsrichter pfiff zunächst nicht wieder an und ließ den Verantwortlichen 30 Minuten Zeit, um den Fehler zu beheben. Mit einer Verzögerung konnte die Partie dann aber fortgesetzt werden. Gleich in der 49. Minute verzeichnete Werder die nächste Großchance durch Aktas, der im direkten Duell mit dem Keeper noch knapp vorbei zielte. Doch drei Minuten zeigte sich Aktas nach Zuspiel von Künne treffsicherer und Werder führte 3:1.
Die eigentlich sichere Führung hatte jedoch nur sechs Minuten Bestand: Eine Unkonzentriertheit brachte die Gäste in der 58. Minute auf 2:3 heran. Danach verloren die jungen Bremer die Durchschlagskraft und es dauerte bis zur 75. Minute, ehe es dann fast im Minutentakt lichterloh vor dem Tor der Gäste brannte: Eine Flanke von Kevin Behrens unterlief der Torwart und Daniel Franziskus verfehlte den Ball nur um Zentimeter (75.), erneut verfehlte erst Franziskus (79.) und dann auch Fabian Burdenski knapp(83.), Franziskus scheiterte nochmals aus zehn Metern am Keeper (84.) und auch der Kopfball von Florian Stütz wurde vom Gäste-Torwart pariert.
Zwischen all diesen Möglichkeiten machten die Gäste noch einmal auf sich aufmerksam, als sie den Ball an den Pfosten der Gastgeber beförderten (86.). Wieder war man unachtsam und hätte gewarnt sein müssen. Als alle den Schlusspfiff erwarteten, wurde erneut eine Situation vor dem eigenen Strafraum nicht final geklärt und ein Pass in die Mitte bescherte Sebastian Patzler im Werder-Tor eine 1:1-Situation, der er chancenlos gegenüber stand, so dass der VfL den glücklichen Ausgleich erzielen konnte.
Werder Bremen: Sebastian Patzler – Jannis Berendt, Marcel Enghardt, Artur Piperkov, Jonas Künne – Tim-Nils Wrieden, Christoph Taute (69. Kevin Behrens), Boris Koweschnikow (63. Florian Stütz), Fabian Burdenski (90. Marcel Lorenz) – Gökhan Aktas, Marco Ordenewitz (73. Daniel Franziskus)