Wie Mitte der ersten Halbzeit: Hertha BSC wurde ein Freistoß im linken Halbfeld der Werderaner zugesprochen. Den scharf vor das Tor geschossenen Ball lenkte Werders Innenverteidiger Clemens Schoppenhauer mit dem Kopf ins eigene Tor weiter. Die etwas glückliche Führung gab den Berlinern viel Sicherheit im Spiel. Die Werderaner gaben sich jedoch nicht geschlagen und setzten Hertha BSC unter Druck. Was jedoch fehlte, war das Tor zum Ausgleich.
In der zweiten Halbzeit wurde das Team von Trainer Bernd Pfeifer, der sein letztes Heimspiel mit der U 17 vor Übernahme seiner künftigen Tätigkeit im Scouting-Bereich des Vereins absolvierte, kurz nach dem Wiederanpfiff kalt erwischt. Wieder war es ein Freistoß für die Berliner aus dem linken Halbfeld. Herthas groß gewachsener Innenverteidiger Volkan Dikmen konnte von Lennart Thy nicht am Kopfball gehindert werden - und schon führten die Hauptstädter mit 2:0. Torwart Tom Schmidt hatte wie schon beim ersten Gegentor keine Abwehrchance.
Hoffnung keimte bei den Grün-Weißen auf, als Yannik Becker in der 54. Minute mit einem eigentlich etwas verunglückten Torschuss zum 1:2 erfolgreich war. Trainer Bernd Pfeifer versuchte durch Ausnutzen des vollen Wechselkontingents frischen Schwung ins Spiel der Bremer zu bringen. Aber Hertha BSC zeigte in dieser Drangperiode der Werderaner, dass sie zu Recht um den Qualifikation zu den Spielen um die Deutsche B-Juniorenmeisterschaft mitspielen. In den entscheidenden Szenen blieben die Berliner cool und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für Werder geht die Saison am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock zu Ende. Der dritte Platz ist den Werderaner nicht mehr zu nehmen. Hertha BSC dagegen steht mit dem VfL Wolfsburg vor einem Herzschlagfinale: Die Berliner liegen mit den Wölfen punktgleich und nur um ein Tor schlechter gestellt Kopf an Kopf im Kampf um die Meisterschaft der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost.
Werder Bremen: Schmidt - Wulfing (68. Luge), Krisch, Schoppenhauer - Fazlic, Th. Tönnies, Wrieden, Becker, Koweschnikow (52. Saporito) - Thy (72. Berendt), Aktas (61. B. Kühn)
Hertha BSC Berlin: Carly - Radjabali-Fardi, Dikmen, Gottschick - Coric, Hartmann, Schünemann, Ujazdowski (60. Ali-Saleba) - Podrygala (63. Arnemann), Kargbo (80. Caliskan), Brown-Forbes (78. Leinau)
Tore: 0:1 Schoppenhauer (20. Eigentor), 0:2 Dikmen (48.), 1:2 Becker (54.)
Gelbe Karten: Wulfing, Krisch (beide Werder) - Dikmen, Brown-Forbes (beide Hertha)
Schiedsrichter: Music (Herten)