Dass es nicht der Tag der Werderaner werden würde, zeigte sich bereits nach wenigen Minuten, als ein klares Handspiel eines Meppener im eigenen Torraum nicht geahndet wurde (5.). Dafür zeigte der Schiedsrichter fünf Minuten später sofort auf den Punkt, nachdem Felix Jäkel nach einem Konter der Gastgeber den durchlaufenden Stürmer im Strafraum attackierte. Der fällige Strafstoß führte zum 1:0 für den SV Meppen.
Nach der Führung war der Gastgeber nur noch defensiv ausgerichtet. Meppen stand tief und eng und lauerte nur auf Konter oder schlug die Bälle lang nach vorne. Werder bestimmte das Spiel, kam jedoch zunächst nicht zum Erfolg. Mitte der ersten Halbzeit hatte Alberto Coll den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber freistehend einen Abwehrspieler an (22.). Musa Karli ließ jedoch kurz vor dem Halbzeitpfiff Hoffnung aufkommen, nachdem er über die rechte ein Solo startete und am herauslaufenden Torhüter zum Ausgleich einschoss (37.). Werder spielte weiter nach vorne, Meppen lauerte und ging erneut in Führung. Einen Konter schlossen die Gastgeber noch vor dem Seitenwechsel zum 2:1 ab (41.).
In der zweiten Halbzeit zog sich der SV Meppen weiter zurück, doch Werder konnte einfach kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Marco Ordenewitz rutschte Mitte der zweiten Hälfte in eine scharfe Hereingabe von Alberto Coll, doch der Ball verfehlte um Zentimeter das Tor (58.). Florian Stütz versuchte es von der Strafraumgrenze, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor äußerst knapp (78.). Und vier Minuten später stand Alberto Coll völlig frei vor dem Meppener Torwart, schoss ihm den Ball jedoch direkt in die Arme. So kam, was kommen musste: In der Nachspielzeit startete Meppen erneut einen Konter. Den ersten Schuss konnte Hergen Gerdes noch großartig parieren, doch der Nachschuss war unhaltbar und die Entscheidung war gefallen. Das anschließende 2:3 durch Musa Karli in war lediglich Ergebniskosmetik.
Werder Bremen: Hergen Gerdes – Jan-Philipp Heine, Felix Jäkel, Dejan Horvat, Niclas Baumeister (46. Martin Ivanjko) – Jonathan Klimmek, Florian Stütz, Musa Karli, Alberto Coll – Marco Ordenewitz, Mert Yaman (46. Marc Steinkraus)