Timo Perthel: Mit den Besten aus Europa messen

Wieder voll da I Mit Werders U 19 kämpft Timo Perthel nach seiner langen Verletzungspause nun um den Staffelsieg in der Junioren-Bundesliga.
Junioren
Dienstag, 06.05.2008 / 12:01 Uhr

Sechs Monate musste Timo Perthel aufgrund einer Schambeinentzündung aussetzen. Pünktlich zum Saisonendspurt greift der gebürtiger Pfälzer, der seit 1999 an der Weser spielt, nun wieder an und will mit Werders U 19 den Norddeutschen Meistertitel in der Junioren-Bundesliga verteidigen.

 

Hallo Timo, wie sieht es nach so einer langen Pause mit deiner Fitness aus?

Man merkt schon noch, dass hier und da ein wenig die Kraft fehlt. Das ist aber ganz normal. Ein halbes Jahr Pause macht sich bemerkbar. Aber ich bin jetzt seit rund sieben Wochen wieder im Training und hole mir wieder die nötige Kondition.

 

Genau zum richtigen Zeitpunkt. Ihr liegt gut im Titelrennen, wie stehen die Chancen auf die Meisterschaft?

Wir haben sehr gute Karten und wollen die nun auch ausspielen. Ein großes Plus ist sicherlich unser ausgeglichener Kader, der in der laufenden Saison schön öfter bewiesen hat, dass man auch Ausfälle sehr gut kompensieren kann. Aber es wird bis zum Saisonende spannend bleiben. Wolfsburg und Rostock haben starke Mannschaften, die vor allem in der Offensive sehr gefährlich sind.

 

Falls ihr den Staffelsieg holt, wäre der VfB Stuttgart momentan euer Gegner im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Eine schwere aber durchaus machbare Aufgabe. Ich kenne aus der Mannschaft noch vier, fünf Spieler aus der Nationalmannschaft und von verschiedenen Lehrgängen. Wir haben sicherlich das Potenzial, gegen sie zu bestehen.

 

Immer wieder sieht man auch Cheftrainer Thomas Schaaf unter den Zuschauern bei euren Spielen. Beeinflusst es dich, wenn er zuschaut?

Nein. Aber es freut mich sehr, dass er sich für die Jugendmannschaften interessiert und es ihm wichtig ist, wie sich der Nachwuchs entwickelt.

 

Im Sommer steht für dich mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft vielleicht die Europameisterschaft in der Tschechischen Republik an. Freust du dich auf das Turnier?

Na klar, schließlich habe ich alles versucht, wieder rechtzeitig fit zu werden. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, dass mich Horst Hrubesch so kurz nach meiner Verletzung schon wieder zum Spiel gegen Serbien eingeladen hatte. So ein Turnier ist eine Herausforderung für jeden jungen Spieler. Man kann sich vor einer großen Kulisse mit den besten Spielern aus Europa messen.

 

Zuvor müsst ihr jedoch Ende Mai die letzte Qualifikationsrunde in der Slowakei überstehen. Gegen wen müsst ihr da antreten?

Wir treffen auf Albanien, Kroatien und die Slowakei. Alles keine leichten Gegner, aber auch keine Übermannschaften. Gerade mit unserer guten Mannschaft sollte es machbar sein, diese Hürde zu überwinden. Wir haben einen starken Kader mit einer schnellen Spielweise und sowohl einer enormen individuellen als auch mannschaftlichen Stärke.

 

Im nächsten Jahr wechselst du vom Jugend- in den Herrenbereich. Ein großer Schritt?

Es wird sicherlich eine Umstellung werden. Aber ich traue es mir zu, vor allem spielerisch denke ich, brauche ich mir keine Angst machen. Aber sicher muss ich mich in allen Bereichen noch weiter verbessern.

 

Falls Werders U 23 die 3. Liga erreichen sollte, könntest du auf den 1. FC Kaiserslautern treffen. Als heimlicher Lautern-Fan ein besondere Begegnung?

Ja klar wäre es ein Highlight für mich auf dem Betzenberg zu spielen. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr in der Heimat und würde mich natürlich umso mehr freuen. Aber ich hoffe, dass Kaiserslautern noch den Klassenerhalt packt.

 

Interview: Norman Ibenthal

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