Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Geschehen auf dem Rasen. Werder dominierte und schnürte die Gäste, die auf Konter lauerten, in ihrer Hälfte ein. Doch gefährlich wurde es trotz der Überlegenheit nur selten im Chemnitzer Strafraum, zu eng waren die Räume, die sich den Bremern boten. So versuchten es die Grün-Weißen aus der Ferne. Mit Erfolg: Timo Perthel zog aus 22 Metern einfach mal ab und setzte den Ball in den linken Winkel (74.). Und Onur Ayik hätte wenige Minuten vor dem Ende noch den dritten Bremer Treffer erzielen können, scheiterte im Abschluss jedoch an Torwart Schmidt (84.).
Aber auch die Gäste waren nicht ganz chancenlos im zweiten Durchgang. Patrick Schröter verlor aber völlig freistehend das Duell gegen Werder-Torwart Wiedwald (59.) und auch Marcel Baude konnte den Bremer Schlussmann mit seinem Kopfball nicht überwinden (76.).
"Auch gegen einen so tief stehenden Gegner muss man sich erst einmal diese Chancen erarbeiten. Die Mannschaft hat gut nach vorne gespielt und den Ball gut laufen lassen", zeigte sich Trainer Votava nach dem Abpfiff zufrieden.
Norman Ibenthal
Werder Bremen: Wiedwald – Diekmeier, Dreyer, Streater (46. Horvat), Perthel – Schedlinski, Fila, Zengin (56. Trinks), Ayik – Granskov-Hansen (90. Karli), Neumann (79. Albry)
Chemnitzer FC: Schmidt - Wilke, Ponzel, Vietz, Kühn, Lehmann (79. Kubatzky) - Henschel (66. A. Schütz), Baude, Wiebel, Löwe - Schröter (59. Jendrossek)
Tore: 0:1 Wilke (24.FE), 1:1 Dreyer (45.), 2:1 Perthel (74.)
Gelbe Karten: Streater, Schedlinski (beide Werder) – Henschel (Chemnitz)
Schiedsrichter: Ide (Frielendorf)
Stadion "Platz 11": 150 Zuschauer