Nach rund zwanzig Minuten wendete sich das Blatt jedoch zu Gunsten der Bremer. Eine kuriose rote Karte für einen Altona-Spieler, er hatte den eigenen Mitspieler heftig beschimpft, brachte die U 18 ins Spiel zurück. Werder nutzte die überraschende Überzahl aus. Zwar traf Musa Karli zunächst nur den Pfosten (37.), doch eine Minute später stand er genau richtig und schob den Ball zum Ausgleich in die gegnerischen Maschen (38.).
Werder bestimmte von nun an die Partie, doch Zählbares sprang vorerst nicht dabei heraus. Im Gegenteil: Nachdem Tobias Cordes vor dem eigenen Strafraum nach einem Zweikampf mit dem Gegner verletzt am Boden liegen blieb, ging dieser alleine auf Werder-Keeper Felix Wiedwald zu. Den ersten Schussversuch konnte Werders Schlussmann noch parieren, doch im Nachsetzen erzielte Altona 93 die völlig überraschende 2:1-Führung (61.).
Anschließend zog sich der Gastgeber sehr weit zurück und spielte nur noch auf Konter, die schnell und direkt gespielt wurden. In der 64. und 68. Minute verhinderte Wiedwald jeweils den 1:3-Rückstand, indem er gegen allein auf ihn zukommende Stürmer erstklassig reagierte. Nun zeigte sich die tolle Moral der Werder-Mannschaft. Bremen fand wieder in die Partie und Florian Stütz sorgte mit einem sehenswerten Schuss aus 16 Metern genau in den Winkel für den erneuten Ausgleich (76.). Von nun an ergaben sich Chancen im Minutentakt für die Grün-Weißen. Mert Yaman war es dann vorbehalten, Werder in Front zu schießen. Nachdem ein Gewaltschuss von Nils Gresens vom Torwart nur durch eine Faustabwehr abgewehrt werden konnte, war Yaman mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den Treffer zum 3:2 (81.). Wenig später machte Yaman dann alles klar und traf nach einem Alleingang zum 4:2-Endstand.
Werder Bremen: Wiedwald – Heine, Cordes, Klimmek (54. Baumeister) Ivanjko (65. Polatgil) – Gresens, Karli, Steinkraus, Stütz – Yaman, Coll