Im ersten Spielabschnitt neutralisierten sich die beiden Mannschaften. Die Abwehrreihen standen sicher und ließen kaum Torchancen zu. Allerdings hatte die erste Halbzeit einen richtigen Aufreger: Werders Andre Luge drang von rechts in den Strafraum ein, wo er von einem HSV-Spieler im Laufweg gekreuzt wurde und zu Fall kam. Trotz heftiger Proteste der Werdaner blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Jan Seidel aus.
Die zweite Spielhälfte sollte gegenüber Halbzeit eins deutlich mehr Torraumszenen bringen. Werders U 17 nahm zunächst das Heft in die Hand und brachte den HSV ein ums andere Mal in arge Bedrängnis. In der 54. Spielminute zeigte Florian Trinks, warum er für das Team so wichtig ist: Nach Balleroberung spielte Werders Mittelfeldmann blitzschnell steil auf Bastian Kühn, der sich geschickt gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und HSV-Torwart Marcel Hölscher keine Chance ließ. Mit dem 1:0 im Rücken dominierte Werder das Spiel und hätte die Führung durch Bastian Kühn ausbauen können. Nach einem klasse vorgetragenen Angriff von rechts über Tim Wrieden und Florian Trinks konnte Werders Mittelstürmer den Ball aus kurzer Entfernung aber nicht ins HSV-Tor unterbringen (59.).
Anschließend kippte das Spiel jedoch plötzlich zugunsten des HSV. Die bis dahin sichere Werder-Abwehr zeigte insbesondere in den Innenverteidigung Schwächen. Glücklicherweise zeigte Torwart Tom Schmidt einige sensationelle Reflexe gegen HSV-Schüsse aus kürzester Distanz und rettete seinem Team damit den Sieg.
Werder Bremen. T. Schmidt - Berendt, Sonnenberger, Schoppenhauer, Krisch - Y. Becker, Aktas (47. Wrieden), Trinks (66. Mißfeld), T. Tönnies - Luge (57. Thy), B. Kühn (79. Bulang)
Hamburger SV: Hölscher - Bilici, Mustafi, Sternberg - Maria, Kelbel, Bertram, Behrendt (41. Voigt), Isitan (62. Graudenz) - Nagy, Afsin (58. Ofuso)
Tor: 1:0 Kühn (54.)
Gelbe Karten: Trinks (Werder) – Graudenz (HSV)
Schiedsrichter: Seidel (Potsdam)
Zuschauer: 150