Noch nie hatte der U 19-Schlussmann im Kader der U 23 gestanden und durfte gegen den HSV durch die Ausfälle von Nico Pellatz und Kevin Fickentscher gleich von Beginn ran. Mit seinen starken Paraden verteidigte er vor allem in der Drangperiode der Hamburger die Bremer Führung und rettete gleich mehrmals gegen Sidney Sam, Sasan Gouhari und Preston Zimmermann. "Das war schon unglaublich für sein erstes Spiel. Es ist richtig super für ihn gelaufen", freute sich Kapitän Sandro Stallbaum für seinen Torwart. "Durch seine sichere und zugleich mutige Spielweise hat er uns im Spiel gehalten."
Auch Trainer Thomas Wolter fand nach dem Schlusspfiff lobende Worte für den jungen Schlussmann: "Es war ein wunderbarer Einstand für ihn. Sebastian hat unheimlich viel Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt und hatte auch das nötige Glück, das ein Torwart in solchen Spielen braucht."
Sebastian Mielitz selbst war ebenfalls zufrieden mit seiner Premiere: "Es war schon ein schönes Gefühl, hier heute spielen zu dürfen. Das ist schon etwas anderes als bei der U 19, alles ein wenig schneller. Aber nach den ersten Flanken habe ich die Sicherheit gefunden", sagte der 18-Jährige überglücklich.
U 23-Coach Thomas Wolter hatte der ehemalige Cottbuser, der 2003 an die Weser wechselte, jedoch schon vor dem Anpfiff von seinen Qualitäten zwischen den Pfosten überzeugt: "Ich wusste, was er kann, das hat er heute bewiesen." Auch Mannschaftsführer Sandro Stallbaum hat die gute Leistung nicht überrascht: "Bereits im Training hat er in den vergangenen Wochen immer wieder angedeutet, was er drauf hat."
Ob er in den kommenden Wochen erneut für Werders U 23 zwischen den Pfosten stehen wird, ist von der personellen Torhüter-Situation bei Werder abhängig. "Erst einmal wird er am Montag wieder das Training bei der U 19 absolvieren", erklärte Trainer Thomas Wolter dazu.
von Norman Ibenthal