Viktor Skripnik im Interview: Für Werder entschieden

Viktor Skripnik setzt seine Karriere bei Werder seit 2004 als Trainer fort.
Junioren
Sonntag, 21.10.2007 / 14:14 Uhr

Mit Werder Bremen erlebte Viktor Skripnik seine erfolgreichste Zeit als Fußballer. 1999 holte er den DFB-Pokal und feierte zum Abschluss seiner Karriere im Jahr 2004 den Gewinn des Doubles. Doch nicht nur Erfolge und packende Europapokalspiele, sondern auch der Abstiegskampf prägten den "Fußballer Skripnik". Erfahrungen, die der ehemalige ukrainische Nationalspieler nun an die Jugend weitergibt.

 

Herr Skripnik, im Sommer haben Sie in Köln Ihre Ausbildung zum DFB-Fußball-Lehrer begonnen und hospitieren derzeit bei Thomas Schaaf. Welche Eindrücke konnten Sie dabei sammeln?

Als ehemaliger Spieler in den Trainerberuf zu wechseln, ist nicht immer ganz leicht. Es ist schon etwas völlig anderes, wenn man nun auf der anderen Seite der Außenlinie steht. Unter Thomas Schaaf habe ich fünf Jahre lang trainiert. Da ist es schon ganz interessant, ihn jetzt mal aus einer anderen Perspektive erleben zu dürfen.

 

Gleichzeitig trainieren Sie bei Werder die U 18 und die U 16. Eine schwierige Aufgabe, wenn Sie unter der Woche in Köln sind.

Sicherlich ist die Situation nicht einfach. Aber es funktioniert ganz gut. Ich kann mich auf meinen Trainerstab hundertprozentig verlassen, der den von mir vorgegeben Wochenplan super umsetzt und mich über die Entwicklung der Jungs ständig auf dem Laufenden hält.

 

Auf dem Platz scheinen ihre Teams jedoch noch nicht so richtig in Schwung gekommen zu sein. Sowohl die U 16 als auch die U 18 finden sich in der unteren Region der Regionalliga wieder.

Man darf nicht vergessen, dass es sich bei den beiden Teams jeweils um die jüngeren Jahrgänge der Alterstufe handelt und sie immerhin in der zweithöchsten Spielklasse antreten. Da treffen sie häufig auf ein Jahr ältere Spieler, die in ihrer körperlichen Entwicklung schon weiter sind. Und ein Jahr ist im Jugendbereich sehr viel. Aber das sollen keine Ausreden sein. Wir wollen die Jungs optimal ausbilden und dann muss man auch derartige Hindernisse überwinden.

 

Stand für Sie schon immer fest, dass Sie nach ihrer aktiven Karriere als Trainer weiterarbeiten möchten?

Nach dem Double-Gewinn 2004 musste ich entscheiden, wie mein Leben weitergehen soll. Ich hatte auch Angebote von anderen Teams und hätte noch weiterspielen können. Doch meine Familie fühlt sich sehr wohl in Bremen, so dass die Möglichkeit, bei Werder als Jugendtrainer arbeiten zu können, genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Und es macht mir richtig Spaß. Mit Thomas Wolter und Mirko Votava habe ich selbst noch zusammen gespielt und auch Thorsten Bolder sowie Bernd Pfeifer sind richtig gute Trainer, von denen ich viel Lernen kann.

 

2012 findet die EM in Polen und der Ukraine statt. Werden wir Sie dort als Trainer an der Seitenlinie sehen?

Wenn mich der Verband um meine Hilfe bittet, werde ich ihn sicherlich unterstützen. Schließlich ist die Ausrichtung der EM eine einmalige Gelegenheit für die Ukraine. Ich informiere mich über das Internet auch regelmäßig über den Stand der Vorbereitungen. Aber meine Zukunft sehe ich in Bremen und hoffe, noch ganz lange hier weiterarbeiten zu dürfen.

 

Interview: Norman Ibenthal

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