Werder bestimmte vom Anpfiff an das Spielgeschehen. Taktisch diszipliniert, zweikampfstark und mit Teamgeist kaufte man dem Gastgeber den Schneid ab. Hinzu kam eine frühe rote Karte in der 29. Minute für einen Oldenburger Spieler, der im Liegen gegen Niclas Baumeister nachgetreten hatte. Trotz Überzahl und hoher Spielanteile konnten die Bremer jedoch keine zwingenden Torchancen herausspielen, da die Abwehr des Gastgebers gut organisiert war. Lediglich eine Direktabnahme von Alberto Coll hätte beinahe die Führung gebracht, jedoch strich der Ball um Zentimeter am Tor vorbei (43.). Fünf Minuten vorher rettete Keeper Felix Wiedwald gegen einen allein auf ihn zulaufenden Stürmer in höchster Not.
Gleich nach Wiederanpfiff zur zweiten Spielhälfte hatte Werder schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Schuss von Musa Karli krachte an den Querbalken des Oldenburger Tores (47.). Nach rund einer Stunde verhinderte erneut Felix Wiedwald mit einem unglaublichen Reflex die Führung des VfB, als er einen Schuss aus Nahdistanz zur Ecke abwehren konnte (59.). Mitte der zweiten Hälfte kam es zu einem Bruch im Spiel der Grün-Weißen. Der Ball wurde früh verloren und man sah sich schnellen Kontern der Oldenburger ausgesetzt, die aber letztlich am Unvermögen der Oldenburger oder am Können des Bremer Keepers scheiterten.
In den letzten zehn Minuten fing sich die Skripnik-Elf wieder und prompt waren die Möglichkeiten vorhanden: Ein Kopfball von Jan-Philipp Heine verfehlte zwar noch knapp das Tor (83.), der Schuss von Serhan Zengin in der Nachspielzeit landete dann doch noch in den Maschen (90.+1). Zengin setzte sich geschickt gegen zwei Abwehrspieler durch, hatte freie Bahn, lief alleine auf den Torwart zu und zirkelte den Ball halbhoch am Keeper zum viel umjubelten Siegtreffer ins Netz.
Werder Bremen: Wiedwald – Heine, Cordes, Baumeister, Ivanjko (46. Stütz) – Watzlawczyk, Klimmek (69. Aktas), Steinkraus (62. Bulang), Zengin – Karli, Coll