Nach einem Ballverlust ließen sich die Bremer mit nur einem langen Pass übertölpeln und der allein auf Keeper Felix Wiedwald zulaufende VfL-Spieler schoss mühelos zur Führung für die Osnabrücker ein. Bis dahin traten die Werderaner taktisch diszipliniert auf, präsentierten sich stark im Zweikampf und waren gewillt dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Schnell hatte sich die Mannschaft auf das Konzept des VfL eingestellt, lange Bälle an den Strafraum zu bringen und auf den zweiten Ball hoffen, so dass dem VfL kaum Nennenswertes dabei gelang. Im Gegenzug kam Werder zu diversen Möglichkeiten, die jedoch nicht genutzt wurden.
Zur zweiten Spielhälfte brachte Viktor Skripnik zwei frische Spieler und wechselte von 4-5-1 auf 4-4-2 mit Raute, um offensiver auf den Ausgleich hinzuarbeiten, der immer verdienter gewesen wäre. Doch dann kam eben diese verhängnisvolle 71. Minute: Zunächst blieb Nils Gresens nach einem Zweikampf verletzt am Boden liegen, Martin Ivanjko folgte dem Gegner und foulte ihn unglücklich im Strafraum. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß. Diese Chance ließ sich der Gastgeber nicht nehmen. Das 0:2 konnte Nils Gresens schon nicht mehr vom Feld verfolgen. Er musste den Platz verletzt verlassen. Doch da Skripnik bereits in der 56. und 67. Minute erneut gewechselt hatte, musste sein Team den Rest des Spiels in Unterzahl bestreiten.
Trotzdem gaben sich die Youngster nicht auf. Sie waren spielbestimmend und versuchten den Anschluß zu erzielen. In logischer Konsequenz allerdings boten sich durch die Freuräume immer wieder Konterchancen für die Gastgeber. Felix Wiedwald zeichnete sich dabei in Situationen eins gegen eins mehrfach aus. Auch einen Klasse-Fernschuss kratzte er in der 75. Minute mit einer großartigen Parade aus dem Winkel. In der Nachspielzeit erzielten die Osnabrücker dann doch noch das 3:0 nach einem Konter.
Werder Bremen: Wiedwald – Ordenewitz (45. Ritter), Heine, Cordes, Ivanjko – Klimmek (56. Coll), Watzlawaczyk - Gresens, Zengin, Steinkraus (63. Polatgil) – Yaman (45. Karli.