Doch Werders Talente taten sich schwer. Den Grün-Weißen war anzumerken, dass ihnen die schweren Halbfinalspiele gegen den FC Bayern München in den Knochen steckten. Das nutzten die Gastgeber bereits in der Anfangsphase aus. Nach sechs Minuten brachte der Bremer Auswahlspieler Dennis Siega, der auch schon ein Probetraining bei Werder absolvierte, die LTS in Führung. Kurz darauf setzte sich Werders Verletzungspech der vergangenen Tage fort. Torwart Hergen Gerdes musste nach einem Pressschlag ausgewechselt werden. Für ihn kam der noch aus dem München-Spiel angeschlagene Sebastian Mielitz ins Spiel (7.).
Fast hätten die Hausherren ihre Führung sogar noch ausgebaut, doch Mitte der ersten Halbzeit rettete die Latte für die Werderaner (25.). Wenig später stand dem Werder-Team, das langsam etwas besser in die Partie kam, das nötige Glück zu Seite. Nach einer Ecke kamen die Grün-Weißen durch ein Eigentor zum Ausgleich (33.). Vor der Halbzeit drehte das Votava-Team sogar noch das Spiel. Philip Bargfrede wurde im Strafraum der Bremerhavener gefoult und der Schiedsrichter zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Felix Schiller verwandelte sicher zum 2:1 (44.).
Der zweite Durchgang hatte anschließend nicht mehr viel für die rund 400 Zuschauer zu bieten. LTS beschränkte sich auf die Defensive und Werder bestimmte nun die Begegnung, konnte sich jedoch keine nennenswerten Möglichkeiten mehr erarbeiten.
von Norman Ibenthal