Es war noch keine Minute gespielt, als Werder zum ersten Torjubel abdrehte. Wenige Sekunden nach dem Anstoß wurde Becker im Mittelfeld gefoult. Aktas nahm sich ein Herz und schoss den fälligen Freistoß aus halblinker Position in den Winkel. Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Wenig später glich Albry bereits für die Gäste aus (5.). Bremen ließ sich durch den Ausgleich jedoch nicht beeindrucken, bemühte sich das Spiel zu machen und kombinierte flüssig nach vorne. Allerdings war die Mannschaft von Trainer Bernd Pfeifer im Abschluss zu zaghaft und hatte wenig Durchschlagskraft.
In der zweiten Hälfte kam Pauli besser ins Spiel und hatte mehr Spielanteile. Dafür wurde Werder nun torgefährlicher. Kappelmann, Aydemir und Becker hatten gute Möglichkeiten zur Führung. Nach rund einer Stunde dann eine Schrecksekunde für Werder: Schiedsrichter Thorsten Bohmann entschied völlig überraschend auf Strafstoß für die Hamburger. Allerdings verschoss Özel den Elfmeter und das Spiel wurde rasanter. In der letzten halben Stunde konnte Werder sich auf seinen starken Torwart Wiedwald verlassen, der glänzend hielt und zu jeder Zeit ein sicherer Rückhalt war. Zwei Minuten vor Schluss erlöste Selim Aydemir dann die Hausherren. Einen tollen Steilpass von Andy Watzlawczyk nahm er auf und schoss aus zwölf Metern ins kurze Eck zum Siegtreffer ein.
Werder Bremen: Wiedwald - Heine (55. Berendt), Cordes, Straeter, Kmiec - Watzlawczyk, Bozan (60. Ordenewitz), Aktas, Becker - Aydemir, Kappelmann (65. Coll)
FC St. Pauli: Schau - Hackstein, Özel, Anders - Yilmaz (62. Sagir), Krause, Hinze (40. Au), Strömer (55. Sahin), Lindener - Albry, Filipovic
Tore: 1:0 Aktas (1.), 1:1 Albry (5.), 2:1 Aydemir (78.)
Gelbe Karten: Aydemir, Becker (beide Werder) – Özel, Albry, Au, Filipovic (alle St. Pauli)
Schiedsrichter: Thorsten Bohmann
"Platz 10": 50 Zuschauer