Bereits in der Vorrundengruppe präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Lorenzen in einer guten Form und belegte hiinter Hertha BSC Berlin den zweiten Gruppenplatz. Zwar gewannen die Bremer mit 1:0 gegen Berlin, doch zwei Unentschieden gegen den VfL Bochum (1:1) und Südwest Berlin (1:1) verhinderten letztendlich den Gruppensieg.
Die Zwischenrunde begann dann allerdings gleich mit einer Niederlage gegen den MSV Duisburg. So stand das Team in den darauf folgenden zwei Spielen gegen Borussia Dortmund und Slavia Prag schon unter Zugzwang. Eine starke kämpferische und konzentrierte Leistung führte jedoch zu zwei verdienten Siegen und somit zum Weiterkommen ins Viertelfinale. Hier wartete mit dem VfL Bochum ein Gegner aus der Vorrunde auf Werder, der durch ein frühes Tor mit 1:0 besiegt werden konnte.
Im Halbfinale trafen die Grün-Weißen mit dem MSV Duisburg erneut auf einen alten Bekannten. Wer jetzt gedacht hatte, man verliert nicht zweimal in einem Turnier gegen die gleiche Mannschaft, sah sich getäuscht. Werder fehlte die nötige Frische und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Das Spiel um Platz ging dann jedoch wieder an die Bremer. Im Penalty-Schießen behilet Werder mit 2:1 gegen Waldhof Mannheim die Oberhand.
Turniersieg beim Mariendorfer SV
Am Sonntag zog die Turnierkarawane weiter zum Mariendorfer SV. Was dann an diesem Tag passierte, hatten wohl die wenigsten gedacht. Nach 12 Spielen a` 12 Minuten am Vortag hatten viele mit einem Leistungseinbruch gerechnet, doch dieser blieb zum Erstaunen aller aus.
Schon die Vorrundengruppe mit Rapid Wien, Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld und drei kleineren Mannschaften wurde mit fünf Siegen und einem Unentschieden deutlich gewonnen. In der Zwischenrunde wartete nun PVFA Bratislava, Slavia Prag und erneut Waldhof Mannheim auf Werder. Zwei Siege und ein Unentschieden reichten auch hier zum Gruppensieg. Das Viertelfinale war wieder erreicht.
Die Frage, ob denn jetzt die Kräfte langsam schwinden würden, beantwortete die Bremer Mannschaft mit einer erneuten sehr starken kämpferischen Leistung gegen Rapid Wien. Ein Tor in der 2. Spielminute bedeutete auch gleichzeitig das Endresultat. Werder stand erneut im Halbfinale. Eine nicht gute, aber ausgeglichene Partie gegen Borussia Dortmund endete verdient mit 1:1, so dass das Penalty-Schießen die Entscheidung bringen musste. Doch der Wille der Mannschaft war an diesem Tag so groß, dass nichts schief gehen konnte. Dortmund verschoss dreimal, Werder nur zweimal, so dass der Einzug ins Endspiel perfekt war.
Im Finale standen sich mit Werder und dem VfL Bochum nun zwei Teams gegenüber, die sichtlich ermüdet noch einmal alles versuchten, doch beide nicht zum Torerfolg kamen. Somit musste auch hier das Penalty-Schießen eine Entscheidung herbeiführen. Was im Halbfinale gut geklappt hatte, sollte sich im Finale wiederholen. Der VfL verschoss insgesamt zweimal, während die Bremer nur einmal nicht trafen und sich somit den Turniersieg sicherten.
"Ein erster und ein dritter Platz bei Turnieren mit jeweils 28 Mannschaften ist für uns ein beachtlicher Erfolg. Was die Jungs in diesen zwei Tagen an Einsatzfreude und Willen gezeigt haben, verdient ein riesiges Lob", zeigte sich Trainer Thomas Lorenzen zufrieden.
Für Werder spielten:: Tjark Rathjen, Yannick Chwolka, Philip Schmid, Hannes Erler, Lukas Klapp, Philip Engelkestock, Lucas Chwolka, Ole Käuper, Justin Schmidt, Melvin Sodji, Manuel Suda, Lucas Görgens