Duell auf Augenhöhe: U19 punktet gegen 96

Dimitrios Ferfelis Doppelpack reichte diesmal nicht: Am Ende hieß es Werder 2, Hannover 2.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Im letzten Heimspiel des Jahres hat Werders U19 gegen den Nachwuchs von Hannover 96 ein 2:2-Unentschieden geholt. In einer guten ersten Halbzeit erlebten die Zuschauer eine turbulente Anfangsphase, in der Werder zwei Mal durch Dimitrios Ferfelis in Führung ging. Auch die zweite Führung hielt jedoch nicht bis zum Schlusspfiff - nach einer Gelb-Roten Karte für von Haacke schaffte 96 noch den Ausgleich und entführt einen Punkt von der Weser. Werder Bremen bleibt mit diesem Punkt weiterhin auf Tabellenplatz Vier.

Zum kleinen Nordderby war der Nachwuchs von Hannover 96 zu Gast an der Weser. Im Stadion „Platz 11" sollte für Werder Bremens U19-Talente, aktuell Tabellenvierter, im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2011 ein Sieg her gegen den Tabellensiebten. Es war ohnehin der Spieltag der Topbegegnungen. Bereits am Vortag empfing Hansa Rostock (3) die Hertha aus Berlin (5) und kassierte eine klare 2:5 Niederlage. Das Spitzenspiel fand unterdessen in Hamburg statt, wo der HSV (1) den VfL Wolfsburg (2) begrüßte. Die Wölfe untermauerten ihre Ambitionen und besiegten die bis dato überlegenen Hamburger mit 2:1. In der vorderen Tabellenregion tat sich also ordentlich etwas - Grund genug für Werder, ebenfalls ein wenig mitzumischen.

Rein in die Partie: Beide Teams begannen mit hoher Schlagzahl, die Gäste von der Leine zeigten sofort, dass sie keineswegs abwarten und zuschauen wollten. Die erste dicke Chance hatte jedoch Werder: Tobias Schwede lief über die rechte Seite nach vorn und seine Flanke fand einen Abnehmer: Dimitrios Ferfelis köpfte den Ball wunderschön und überlegen zum 1:0 in die Maschen (6.) - die frühe Führung für die Hausherren. Die rund 120 Zuschauer, darunter auch Marko Marin, hatten kaum Zeit zu verschnaufen, denn postwendend glich Hannover 96 aus: In der 9. Minute war es Tobias Foelster, der aus stark abseitsverdächtiger Position das 1:1 erzielte. Hannes Frerichs im Werdertor hatte in der Eins-gegen-Eins-Situation die richtige Ecke noch geahnt, musste aber dennoch hinter sich greifen.

Das Spiel blieb spannend und intensiv: Nach Chancen für Werder und 96 erfolgte der nächste Höhepunkt in Minute 18: Julian von Haackes Freistoß aus halblinker Position landete exakt auf dem Kopf von Ferfelis, der erneut mit dem Kopf einnickte! Doppelpack Dimitrios! 2:1 Werder! Was für ein turbulenter und torreicher Auftakt in den zweiten Adventssonntag. Das Spiel fand trotz der Führung für Werder auf Augenhöhe statt, beide Teams schenkten sich nichts. In der 30. Minute war es der Hannoveraner Rusteberg, der aus rechter Position das 2:2 auf dem Fuß hatte, doch der gute Werder-Torwart Frerichs machte die kurze Ecke dicht. Insbesondere das sehr sehenswerte Zusammenspiel von Cimo Röcker und Julian von Haacke machte dem Publikum in der Folgezeit große Freude. Mit einem Tor belohnte sich von Haacke jedoch nicht - er scheiterte mit seinem Schuss aus gut 25 Metern knapp (42.).

Pause im Stadion „Platz 11". Gestärkt kamen beide Teams aus den Kabinen und knüpften an die erste Halbzeit an. Frerichs konnte sich mehrfach auszeichnen gegen die gefährlichen 96-Angriffe (49., 53.), ehe Tobias Schwede die nächste Großchance für Werder (54.) zu verbuchen hatte. Dann jedoch der Rückschlag für Werder: Julian von Haacke sah in der 55. Minute unnötig die Ampelkarte, nachdem er wegen Meckerns beim Schiedsrichter unangenehm aufgefallen war. Werder mit einem Mann weniger, was sich jedoch nicht bemerkbar machte. „Wir standen zum Schluss besser in der Defensive, als mit 11 Mann", zeigte sich Werder-Trainer Votava zufrieden. Dennoch: Hannover erzielte den Ausgleich in der 68. Minute: Eine Flanke von links fand den freien Mann, Philipp Rusteberg schob per Fuß zum 2:2 ein. Zuvor war Werders Marnon Busch über die komplette rechte Seite gelaufen (65.), hatte pfeilschnell mehrere Gegner stehen lassen und scheiterte undenkbar knapp vorm gegnerischen Tor - Szenenapplaus von der Tribüne für diese sehenswerte Aktion.

In der Schlussviertelstunde zeigten Werders Nachwuchsfußballer, was sie unter Powerplay verstehen: Ununterbrochen stürmten sie in die gegnerische Hälfte und erarbeiteten sich Chancen (Ferfelis 73., 74., Busch 77.), ohne jedoch zum Torerfolg zu gelangen. Auch der eingewechselte Marcel Hilßner trug dynamisch zu dieser Sturm- und Drangphase bei. „Er kann den tödlichen Pass spielen", lobte Votava den eingesetzten U17-Spieler im Nachhinein. Ansonsten konnte der Coach dem Spiel jedoch nichts mehr abgewinnen, das nach 90 Minuten mit 2:2 endete: „Körperlich haben wir gut dagegen gehalten. Aber nach der Gelb-Roten Karte wird es natürlich schwer." Bevor sich die U19 in die Winterpause verabschiedet, steht in der kommenden Woche das letzte Spiel des Jahres an: Es geht nach Halle zum Tabellenelften. Beim Halleschen FC wird sich Werder Bremens U19 als dann als Tabellenvierter präsentieren.

Von Cord Sauer

Werder Bremen: Frerichs - Reineke, Rehfeldt, Hüsing, Zwerschke - Röcker, von Haacke, Busch, Schwede (87. Robrecht) - Almpanis (46. Lo Iacono, 75. Hilßner), Ferfelis (84. Ihnken)

Hannover 96: Kiesewetter - Bazonzila, Reimann, Olthoff, Y. Schulze - Schindler (63. Boock), Foelster, Rusteberg, Petrov - Azong (72. Kasumovic), Musliji (89. Panagiotidis)

Tore: 1:0 Ferfelis (6.) , 1:1 Foelster (9.), 2:1 Ferfelis (18.), 2:2 Rusteberg (68.)

Gelbe Karten: Reineke (Werder) / Schulze, Petrov (beide Hannover)
Gelb-Rote Karte: von Haacke (Werder)
Schiedsrichter: Burda (Berlin)
Stadion „Platz 11": 120 Zuschauer

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