Am Dienstagnachmittag wurden die Bremer WM-Teilnehmer nach ihrer Rückkehr aus der mexikanischen Metropole - mit dem Zwischenstopp beim DFB in Frankfurt am Main - an der Weser von Werders Geschäftsführer und Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer sowie dem Direktor des Leistungszentrums Dr. Uwe Harttgen in Empfang genommen. „Wir sind stolz, dass wir hier zwei Jungs mit drei Titeln sitzen haben", freute sich Fischer über die Erfolge der beiden 17 Jahre alten Junioren in den letzten acht Wochen, um sie gleichzeitig für das Erreichte zu beglückwünschen: „Ganz Werder, ganz Bremen gratuliert zu einer tollen Leistung." Als Dankeschön erhielten Aycicek und Römer neben Blumen eine besondere Anfertigung der Bremer Stadtmusikanten.
„Wir wollten unbedingt die Bronzemedaille haben, das war unser Ziel. Es war etwas ganz Besonderes - gerade im Aztekenstadion und ausgerechnet gegen Brasilien - den dritten Platz zu holen", sprach Röcker über den versöhnlichen Abschluss einer tollen Weltmeisterschaft. Zuvor scheiterten die U 17-Junioren unglücklich im Halbfinale gegen den Gastgeber in letzter Minute mit 2:3. „Das Turnier war insgesamt eine gute Erfahrung und hebt sich vom europäischen Niveau ab", so Aycicek, der bei Werder zukünftig eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beginnen wird.
Neben den gesammelten sportlichen Erfahrungen lernten die Youngster auch die Schattenseiten Mexikos kennen. So suchten sie ein Waisenhaus, das der Deutsche Fußball-Bund bereits seit mehreren Jahren unterstützt, auf. „Da haben wir mal gesehen, wie es anderen Kindern ergehen kann. Es war gut und lehrreich, auch diese Erfahrung gemacht zu haben", berichtet Werders offensiver Mittelfeldspieler Aycicek.
Nach den zuletzt vielen Wochen der sportlichen Belastung verabschieden sich die Bremer WM-Rückkehrer für die nächsten drei Wochen vom Trainingsbetrieb. Während Röcker für sieben Tage mit der Familie in der Türkei entspannt, genießt Aycicek die freie Zeit zu Hause. „Es würde wenig Sinn machen, die beiden jetzt ins Training zu integrieren, gerade aus medizinischer Sicht", äußerte sich Harttgen über die intensiven Wochen, die eine längere Erholungsphase unabdingbar machen.
Timo Volkmann