Im Wolfsburger Porsche Stadion legte der U17-Nachwuchs des SV Werder Bremen den vielleicht entscheidenden Schritt zur Meisterschaft in der B-Juniorenbundesliga Nord/Nordost hin. Das Team von Trainer Viktor Skripnik zeigte sich auf den Punkt in bestechender Form und siegte letztendlich auch in der Höhe verdient mit 5:1 Toren. Am kommenden Sonntag soll im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus der Titel endgültig eingeholt werden.
Die Werderaner spielten von der ersten Sekunde an des mit viel Spannung erwarteten Spiels in Wolfsburg mit höchster Konzentration. Es war den Bremer Gästen anzumerken, dass sie dieses vorentscheidende Spiel auf dem Weg zur Meisterschaft unbedingt gewinnen wollten. Bereits in der 6. Minute wären die Werderaner beinahe in Führung gegangen. Julian von Haacke, der nach zuletzt etwas enttäuschenden Partien wieder ein sehr ansprechendes Spiel ablieferte, passte auf Marcel Hilßner, der wiederum Cimo Röcker auf der linken Außenbahn freispielte. Dessen gute Flanke erwischte Florian Schmidt nicht voll, so dass sein Kopfball knapp am rechten Torpfosten vorbeistrich.
Das war der Auftakt zu weiteren großen Chancen, die in der 25. Minute zur Führung der Werderaner mündeten. Marcel Hilßner ließ im rechten Halbfeld einen Wolfsburger Gegenspieler durch eine geschickte Körpertäuschung aussteigen. Der anschließende Schuß aus gut 18 Metern zischte unter die Querlatte des VfL-Tores zum 1:0 ins Netz. Nur vier Minuten später hätte es beinahe wieder im Wolfsburger Gehäuse eingeschlagen. Innenverteidiger Kaspars Plendiskis wurde von der VfL-Abwehr offenbar nicht beachtet, als er von Marcel Hilßner in der rechten Strafraumseite angespielt wurde. Die scharfe Flanke in der Fünfmeterraum des VfL Wolfsburg nahm Lukas Fröde direkt auf. Leider strich sein Schuß ganz knapp über die Latte.
Trotz der Dominanz der Werderaner blieb der Gastgeber im Spiel und setzte die Werder-Abwehr das eine und andere Mal unter Druck. Letztendlich zeigten sich die Bremer den VfL-Bemühungen aber jederzeit gewachsen und ließen bis zum Halbzeitpfiff nichts anbrennen.
Trainer Viktor Skripnik ermunterte sein Team weiter an die eigene Stärke zu glauben und mutig zu spielen. Seine Spieler setzten dieses Vorhaben in der zweiten Halbzeit in beeindruckender Weise um. Mit einem Doppelschlag bogen die Gäste von der Weser endgültig in die Erfolgsspur ein. Zunächst zeigte sich Florian Schmidt nach einem Steilpaß von Christos Almpanis in die Schnittstelle der VfL-Abwehr handlungsschneller als der zu spät aus dem Tor gekommene VfL-Torhüter Paul Büchel und drückte den Ball zum 2:0 über die Torlinie (44. min.). Nur drei Minuten später setzte sich der EM-Finalist Cimo Röcker bis in den VfL-Strafraum durch. Sein Rückpaß verwandelte Marcel Hilßner zum wohl vorentscheidenden 3:0 (47. min.).
Die gastgebenden "Wölfe" hatten durch diese beiden Treffer offensichtlich den Glauben an eine Wende im Spiel verloren. Werder Bremen ging durch einen gekonnt über die VfL-Mauer geschossenen Freistoß von Julian von Haacke in der 55. Minute mit 4:0 in Führung. In der 67. Minute setzte Marcel Hilßner mit seinem dritten Treffer dem guten Spiel der Werderaner die Krone auf. Zuvor spielte Julian von Haacke Marnon Busch frei. Werders lange verletzter Rechtsverteidiger zeigte seine Stärke mit einem unwiderstehlichen Lauf auf der rechten Außenbahn. Seine Flanke gelangte letztendlich zu Marcel Hilßner, der den gelungenen Angriff mit einem Volleyschuß erfolgreich zu Ende führte.
Der VfL Wolfsburg war nicht mehr in der Lage, dem dominierenden Spiel der Werderaner entgegen zu treten. Lediglich in der Nachspielzeit gelang den Gastgebern noch der Ehrentreffer zum 1:5 (80.+1 min.).





