„Glückwunsch an die Mannschaft. Sie hat eine tolle Saison gespielt mit vielen überragenden Spielen. Zum Schluss wurde es zwar etwas holprig wie man heute gegen Cottbus gesehen hat, doch wir freuen uns, dass wir den Sack zumachen konnten. Nun steht mit der Endrunde der Deutschen Meisterschaft eine neue Aufgabe an, auf die wir uns freuen", so Uwe Harttgen, Direktor des Leistungszentrums von Werder Bremen.
„Wir sind glücklich darüber, die Meisterschaft geholt zu haben. Der Zeitpunkt passte perfekt, so haben wir noch einen Spieltag Zeit, um uns auf die Endrunde der Deutschen Meisterschaft vorzubereiten", zeigte sich auch Trainer Viktor Skripnik nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage zufrieden.
Dass sich seine Mannschaft gegen Cottbus schwer getan hat, hat für den DFB-Fußballlehrer eine einfach Erklärung: „Es ist unheimlich schwer bei den B-Jugendlichen Konstanz in die Leistungen zu bringen. In Wolfsburg haben wir am Mittwoch eine super Leistung gezeigt, heute leider nicht."
Von Beginn an lief es für die Grün-Weißen gegen die Gäste aus Cottbus nicht richtig rund. Bremen bestimmte zwar das Spielgeschehen, agierte in der Offensive jedoch oft zu kompliziert und ungenau. Nur wenn es spielerisch mal schnell ging, wurde es auch gefährlich: Wie in der Anfangsphase der Partie als Christos Almpanis von außen den Ball vor das Tor brachte, Felix Robrecht aus sechs Metern jedoch genau in die Arme des Cottbus-Keepers Niko Varrelmann zielte (5.). Julian von Haacke visierte ebenfalls bei seinem Schlenzer die Arme vom Schlussmann an (15.) und einen Freistoß von Marcel Hilßner parierte der Gäste-Torwart noch zur Ecke (17.). Da auch ein weiterer Schuss von Julian von Haacke, der sich mit einer schönen Einzelleistung durchgesetzt hatte, zur Ecke abgefälscht wurde, blieb es beim torlosen Pausenstand (24.).
Die Gäste aus der Lausitz präsentierten sich im zweiten Durchgang deutlich effektiver. Einen der wenigen Angriffe vollendete Martin Kobylanski zur Führung (49.). Es entwickelte sich nun eine kampfbetonte Partie, in der Cottbus die Oberhand gewann. Nach einer Stunde legte Heiko Steinweber den Ball noch an Torwart Hannes Frerichs vorbei und traf aus spitzem rechten Winkel zum 2:0 (60.). Und als Tony Schulz sechs Minuten später den dritten Energie-Treffer erzielte, war die Partie endgültig entschieden (66.).
Da das Rennen um die Meisterschaft dennoch gelaufen ist, können die Bremer nun etwas ruhiger in das letzte Spiel beim FC Carl Zeiss Jena gehen, ehe das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft ansteht. Dort müssen die Bremer am Mittwoch, 01.06.2011, beim VfB Stuttgart, Meister der Staffel Süd/Südwest antreten. Ein Rückspiel gibt es nicht. Im zweiten Halbfinale trifft der Meister aus dem Westen, der 1. FC Köln, auf den Zweiten aus dem Süden. Dort kämpfen noch der SC Freiburg, TSG Hoffenheim, FC Bayern München und Eintracht Frankfurt um das Ticket zur Endrunde der Deutschen Meisterschaft. Das Endspiel findet am Sonntag, 05.06.2011, statt.
Norman Ibenthal
Werder Bremen: Frerichs (73. Viol) - Fröde, von Haacke, Krumland, Plendiskis, Busch, Zwerschke (65. Kabul), Robrecht, Hilßner (51. Lizius), Schwede (58. F. Schmidt), Almpanis
FC Energie Cottbus: Varrelmann - Brandt, Lemke (80. Weinert), Kapplinghaus, Leinweber, Jakob (74. Pasolini), Iles Cruz, T. Schulz, Birkhof (76. Röwer), Kobylanski, Geurtz
Tore: 0:1 Kobylanski (49.), 0:2 Leinweber (60.), 0:3 Schulz (66.)
Gelbe Karten: Schulz, Kobylanski, Birkhof (alle Cottbus)
Rote Karte: Frerichs (72. Werder)
Schiedsrichter: Vitali Schäfer
Stadion „Platz 11": 100 Zuschauer