Einzig die Tatsache, dass Steffen Freund gleich vier Akteure im Halbfinale fehlen werden, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack: Mitchell Weiser, Nico Perrey, Fabian Schnellhardt und Samed Yesil sahen jeweils ihre zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und sind gegen die Dänen gesperrt.
Das DFB-Team begann druckvoll und drängte die Rumänen früh in die Defensive. Den ersten Warnschuss gab Robin Yalcin in der ersten Spielminute ab, verpasste das Tor jedoch knapp. In der Folge bestimmte Deutschland die Partie, hatte mehr Ballbesitz, doch Torchancen waren Mangelware. Die Rumänen zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück und standen zum Teil mit allen elf Spielern um den Sechzehnmeterraum herum. Dieses Abwehrbollwerk überwanden die deutschen Junioren zunächst nicht.
Erst in der 23. Minute wurde es wieder gefahrlich vor dem rumänischen Tor: Okan Aydin flankte einen Freistoß aus der Halbposition in den Strafraum, wo Koray Günter zum Kopfball hochstieg, den Ball jedoch nicht im Tor unterbrachte. Sven Mende, der kurz vor Spielbeginn für den angeschlagenen Levent Aycicek in die Startformation gerückt war, nahm kurz vor der Halbzeitpause Maß, zielte jedoch ebenfalls zu ungenau (37.).
Auf der Gegenseite musste DFB-Torhüter Odisseas Vlachodimos nach einem Schuss von Steliano Filip erstmals angreifen. Im direkten Gegenzug verhinderte nur der Pfosten nach einem Distanzschuss von Fabian Schnellhardt die Führung für das deutsche Team (40.).
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach einer Ecke köpfte Yesil am zweiten Pfosten ungehindert zur Führung für Deutschland ein (42.). Für den Angreifer von Bayer Leverkusen war es im 13. U 17-Länderspiel bereits der zwölfte Treffer - ein Topquote.
Nun gab Rumänien die Defensivtaktik auf und orientierte sich mehr und mehr nach vorne. Die Versuche scheiterten jedoch immer wieder an der gut gestaffelten Abwehr des deutschen Teams, das allerdings die Gelb-Sperren für Weiser, Perrey, Schnellhardt und Yesil hinnehmen musste.
In der 61. Minute scheiterte Letzterer mit einem Schuss an Rumäniens Torhüter Constantin Branescu. In der Schlussphase hatte Günter das 2:0 auf dem Fuß, doch Branescu parierte den Schuss aus rund 17 Metern mit einer starken Parade (79.).
Quelle: DFB