In der zweiten Hälfte fiel es den Grün-Weißen zunehmend schwer, dem Druck der Gastgeberinnen stand zu halten – eigene Offensivaktionen blieben mehr und mehr die Ausnahme. In der 54. Minute hatten die Werderanerinnen Glück, dass Gütersloh eine Doppelchance liegen ließen: Zunächst hatte Martens stark pariert, ehe der Nachschuss am Pfosten landete.
In der Schlussviertelstunde konnte Martens zunächst einen weiteren Schussversuch von Magull abwehren (78.), bevor das Leder nur eine Minute später zum zweiten Mal im Werder-Gehäuse einschlug. Ein Eckball segelte an Freund und Feind vorbei durch den gesamten Strafraum und landete am langen Pfosten genau vor den Füßen von Nina Claassen, die keine Problem damit hatte, das Leder aus naher Distanz zum 1:2 ins Netz zu befördern (79.).
„Es ist sehr schade, dass es heute nicht zu mehr gereicht hat. Aufgrund der guten ersten Halbzeit hätten wir sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Nichtsdestotrotz geht das Ergebnis gegen diesen spielstarken Gegner in Ordnung. Sie haben teilweise toll kombiniert, ihre Tore aber nach einem Konter und einer Standardsituation erzielt. Die Art und Weise, wie die Gegentreffer gefallen sind, ist ärgerlich“, resümierte der Bremer Coach Holger Stemmann nach dem Nachholspiel gegen den Tabellensechsten.
Werder steht weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz und hat am kommenden 15. Spieltag die Chance, den Sechs-Punkte-Rückstand auf Lokomotive Leipzig zu verkürzen. Die Grün-Weißen treten am Sonntag, 28.11.2010, 11 Uhr bei TeBe Berlin an.
Christoph Muxfeldt
FSV Gütersloh 2009: Herkrath, Posdorfer (86. Philipp), Claassen, Bentkämper, Paul (46. Barwinsky), Hermes, Hackmann, Gessat, Magull, Widowski, Schmücker (90.+2 Hanhues)
Werder Bremen: Martens – William (46. Möhlmann), Scholz, Holsten, Votava – Notthoff, Freyhat, Zunker (86. Bopp), König (86. Haar) – Uyar, Wallenhorst
Tore: 0:1 Zunker (20.), 1:1 Magull (33.), 2:1 Claassen (79.)
Gelbe Karten: –
Schiedsrichterin: Sandra Blumenthal (Pritzwalk)
Heidewaldstadion: 94 Zuschauer