Keine leichte Aufgabe wie Werder aus Erfahrung weiß. Zwei Mal stand man sich in dieser Saison schon gegenüber. Das Hinspiel ging mit 1:0 knapp an Werder, im DFB-Pokal behielt dagegen der FSV mit 3:2 die Oberhand. Insgesamt spricht die Statistik aller Aufeinandertreffen mit einem Sieg mehr für die Gastgeberinnen. „Wir haben also die Chance, diese Statistik auszugleichen. Das wird aber sicher nicht einfach. Ich erwarte eine ausgeglichene Partie und ein anstrengendes Spiel. Der Platz ist groß und wird durch das regnerische Wetter der letzten Tage tief sein“, so Werders Lisa-Marie Scholz, die wie Maren Wallenhorst an alte Wirkungsstätte zurückkehrt. 2009 wechselten die beiden vom FSV zu Werder.
So sieht es auch ihr Coach: „Gütersloh ist ein spielstarker Gegner mit tollen Einzelspielerinnen. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen“, warnt Holger Stemmann. Neben den U 17-Nationalspielerinnen Lina Magull und Annabel Jäger zählt unter anderem U 20-Weltmeisterin Kristina Gessat zum Kader des FSV. Zudem kann Trainer Markus Graskamp mit Brigitta Schmücker auf eine erfahrene Angreiferin bauen.
Eine hohe Qualität mit enormer Spielstärke ist also beim FSV Gütersloh vorhanden, dennoch lief es bislang noch nicht ganz so rund in dieser Saison. Mit drei Niederlagen in Folge startete der FSV in die Spielzeit und fand sich sogar am Tabellenende wieder. Mittlerweile holte man jedoch auf und rangiert mit vier Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen auf dem 7. Tabellenplatz.
Werders Nahwuchs ist bereits einen Tag zuvor gefordert. Am Samstag, 13.11.2010, empfängt die U 17 um 12 Uhr Germania Blumenthal auf dem Kunstrasenplatz 17. Anschließend treffen an selber Stelle um 14 Uhr die U 15 und die Vierte von ATSV Sebaldsbrück aufeinander. Das Testspiel der zweiten Frauenmannschaft gegen ATSV Scharmbeckstotel wurde dagegen kurzfristig abgesagt.
Norman Ibenthal