Genau wie die Grün-Weißen sicherten sich die Hamburgerinnen den Titel in der Verbandsliga verdient und blieben nur in einer Partie sieglos. Werder-Trainer Thomas Gefken ist also gewarnt: „Der HSV hat eine spielstarke Mannschaft, sie sind mit großem Vorsprung souverän Meister geworden. Ich sehe den Gegner in der Favoritenrolle, aber wir sind alles andere als chancenlos.“ Dass Gefkens Team das Heimspiel in der Dreier-Relegationsrunde gegen die Hamburgerrinnen austragen darf, sieht der Werder-Coach dabei als womöglich entscheidenden Vorteil: „Für uns ist das eine gute Auslosung.“
Personell kann Werder beinahe aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Antje König (Schlüsselbein-Verletzung) sind alle Spielerinnen einsatzbereit. Im 18er Aufgebot werden mit Stephanie Schröder, Katharina Haar und Ann-Christin Bopp voraussichtlich auch drei Frauen aus der ersten Mannschaft stehen, die in der abgelaufenen Zweitligasaison seltener zum Einsatz kamen. „Wir sind froh, dass fast alle Spielerinnen nach ihren Verletzungen zurückgekehrt sind und uns jetzt zur Verfügung stehen. Ich spüre, dass bei der Mannschaft die nötige Spannung da ist, meine Spielerinnen sind heiß. Wir wollen den Aufstieg!“, so Gefken über seine letzten Trainingseindrücke.
Für die Bremerinnen ist die Relegation nach dem Verbandsligatitel 2008/09 keine neue Situation. Zwar scheiterte Werders Zweite im Vorjahr knapp nach einem 4:1-Sieg gegen den Niendorfer TSV und einer 1:2-Niederlage gegen den anschließenden Regionalliga-Aufsteiger Holstein Kiel II, doch könnte sich der Erfahrungsvorsprung als Vorteil gegenüber den Kontrahenten Hamburger SV III und FFC Oldesloe II erweisen. Die Meister des Schleswig-Holsteinischen und des Hamburger Fußball-Verbands treffen am 30.05.2010 aufeinander, bevor die endgültige Entscheidung um den Aufstieg am 06.06.2010 beim Spiel der Werder-Frauen in Oldesloe fällt.
Christoph Muxfeldt