Die Trainerin bedauert diesen Schritt. "Mit Yvonne verlässt uns ein großes Talent, das offensichtlich nicht bereit war, den Konkurrenzkampf bei Werder aufzunehmen. Ich hätte ihr zugetraut, gemeinsam mit Werder die hohen Ziele weiter zu verfolgen. Leider scheint sie nicht die Geduld aufbringen zu wollen, die auch dazu gehört, um sich weiterzuentwickeln."
Befremdet zeigte sich Birte Brüggemann über das Verhalten des Liga-Konkurrenten und Regionalliga-Nachbarn Jahn Delmenhorst, der die Spielerin ohne Spielberechtigung schon länger als Neuzugang führt. "Wir bemühen uns seit Bestehen unseres Frauen-Fußball-Projekts um größtmögliche Transparenz und Kooperation bei Spielerinnen-Transfers. Gerade vor dieser Saison haben wir auch mit den Verantwortlichen in Delmenhorst die Rahmen für eine freundschaftliche Koexistenz abgesprochen. Dies beinhaltete auch die Absprache, den jeweils anderen Verein zu informieren, wenn es Interesse an Spielerinnen gibt. Das ist in diesem Fall nicht geschehen, sondern umgangen worden. Das Vorgehen von Jahn Delmenhorst ist für uns nicht nachvollziehbar."
Yvonne Hügen bewarb sich im Frühjahr 2007 mit 160 Frauen um die Aufnahme in die erste Mannschaft von Werder Bremen. Als eine von 20 Spielerinnen setzte sie sich bei einem Sichtungstermin durch und wechselte im Sommer 2007 vom Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen zu Werder Bremen.