"Ich habe mich für Werder entschieden, weil ich glaube, dass ich hier die besseren sportlichen Perspektiven habe. Ich habe mir aber die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil ich mich in Delmenhorst ebenfalls wohl gefühlt habe", sagte die 18-Jährige, bei der auch Anfragen vom Bundesligisten Hamburger SV eingegangen waren. "So ein Wechsel war für mich aber kein Thema, weil ich sehr familien- und delmenhorstverbunden bin", so Uyar.
Bei Werder Bremen trifft die beidfüssig starke Offensivspielerin auf viele bekannte Gesichter. "Einige kenne ich aus der Auswahl und ein, zwei Spielerinnen kommen ja wie ich aus Delmenhorst. Aber vor allem freue ich mich auf Betreuerin Anke Urbainski, die früher während meiner Zeit in der Mädchenmannschaft bei Delmenhorst meine Trainerin war." Unter Urbainski gelang Uyar auch ihr bisher spektakulärstes Spiel, als sie 20 Tore bei einem 27:0-Sieg ihrer Mannschaft erzielte.
Nahrin Uyar will nun alles daran setzen sich auch bei Werder durchzusetzen. Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist groß. "Mein erster Eindruck ist wirklich sehr gut. Alle sind sehr nett. Ich werde mich sicher wohlfühlen", hofft die in einer großen Familie mit drei jüngeren Geschwistern aufgewachsene Spielerin.
Vor ihrem Wechsel nach Bremen will die Angreiferin, die in Jungen-Mannschaften des SV Tur Abdin das Fußballspielen lernte, jedoch noch mit Jahn Delmenhorst den Klassenerhalt feiern. Grund genug gibt es. In ihrem letzten Spiel am Sonntagnachmittag erzielte sie fünf Treffer beim 8:4-Sieg gegen Büppel. "Ein guter Abschluss war mir sehr wichtig nach sechs Jahn-Jahren. Wenn Werder jetzt noch aufsteigen würde, hätten wir ein richtig spannendes Regionalliga-Derby. Diese Spiele wären für mich die Saisonhöhepunkte. Darauf würde ich mich richtig freuen."