Nahrin Uyar wechselt zu Werder Bremen

Trainerin Birtte Brüggemann freut sich mit Nahrin Uyar auf die künftige Zusammenarbeit.
Frauen
Sonntag, 18.05.2008 / 11:26 Uhr

Am Tag des Pokalsiegs und eine Woche vor Beginn der Relegationsspiele kann Werders Frauenfußball den ersten Neuzugang für die kommende Saison präsentieren. Stürmerin Nahrin Uyar vom Regionalligisten Jahn Delmenhorst wird die Grün-Weißen ab der kommenden Spielzeit verstärken. Werders Trainerin und Projektleiterin Birte Brüggemann stellte die Angreiferin bereits am Freitagabend erstmals ihrer neuen Mannschaft vor.

 

"Nahrin ist eine der punktuellen Verstärkungen, die wir für die neue Saison angekündigt haben. Mit ihr verpflichten wir eine der torgefährlichsten Spielerin der Region. Sie wird das Niveau in unserem Team weiter steigern. Ihre Zusage ist auch eine Bestätigung für die Arbeit, die wir hier bei Werder für den Frauenfußball leisten", freut sich Brüggemann.

 

"Ich habe mich für Werder entschieden, weil ich glaube, dass ich hier die besseren sportlichen Perspektiven habe. Ich habe mir aber die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil ich mich in Delmenhorst ebenfalls wohl gefühlt habe", sagte die 18-Jährige, bei der auch Anfragen vom Bundesligisten Hamburger SV eingegangen waren. "So ein Wechsel war für mich aber kein Thema, weil ich sehr familien- und delmenhorstverbunden bin", so Uyar.

 

Bei Werder Bremen trifft die beidfüssig starke Offensivspielerin auf viele bekannte Gesichter. "Einige kenne ich aus der Auswahl und ein, zwei Spielerinnen kommen ja wie ich aus Delmenhorst. Aber vor allem freue ich mich auf Betreuerin Anke Urbainski, die früher während meiner Zeit in der Mädchenmannschaft bei Delmenhorst meine Trainerin war." Unter Urbainski gelang Uyar auch ihr bisher spektakulärstes Spiel, als sie 20 Tore bei einem 27:0-Sieg ihrer Mannschaft erzielte.

 

Nahrin Uyar will nun alles daran setzen sich auch bei Werder durchzusetzen. Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist groß. "Mein erster Eindruck ist wirklich sehr gut. Alle sind sehr nett. Ich werde mich sicher wohlfühlen", hofft die in einer großen Familie mit drei jüngeren Geschwistern aufgewachsene Spielerin.

 

Vor ihrem Wechsel nach Bremen will die Angreiferin, die in Jungen-Mannschaften des SV Tur Abdin das Fußballspielen lernte, jedoch noch mit Jahn Delmenhorst den Klassenerhalt feiern. Grund genug gibt es. In ihrem letzten Spiel am Sonntagnachmittag erzielte sie fünf Treffer beim 8:4-Sieg gegen Büppel. "Ein guter Abschluss war mir sehr wichtig nach sechs Jahn-Jahren. Wenn Werder jetzt noch aufsteigen würde, hätten wir ein richtig spannendes Regionalliga-Derby. Diese Spiele wären für mich die Saisonhöhepunkte. Darauf würde ich mich richtig freuen."

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