Im Vergleich zu der Auftaktpartie gegen den SC Vahr-Blockdiek benötigten die Werderanerinnen am Mittwochabend ein wenig Anlaufzeit, um in Schwung zu kommen. Chancen wurden sich zwar bereits in der Anfangsphase herausgespielt, doch im Tor wollte der Ball zunächst nicht landen. Fast hätte Werder sogar den Rückstand hinnehmen müssen. Kathrin Intemann bügelte ihren Torwartfehler jedoch selbst wieder aus und rettete gegen die einschussbereite SG-Spielerin. Bitter: Werders Torfrau verletzte sich in dieser Szene im Gesicht und musste wenig später ausgewechselt werden (11.).
Die Führung ihrer Mannschaft durfte die 23-Jährige jedoch noch auf dem Platz miterleben. Eva-Marlen Votava setzte sich im Strafraum stark durch und ihre Hereingabe in die Mitte wurde von der Hintermannschaft der SG in die eigenen Maschen abgefälscht (10.). Und auch am zweiten Werder-Tor halfen die Gastgeberinnen tatkräftig mit. Ein weit vor das Tor geschlagener Freistoß von Anna Pötter konnte von der Findorffer Torhüterin nicht festgehalten werden, Katharina Hamann nutzte den Fehler eiskalt aus und erzielte ihren siebten Saisontreffer (15.). Bis zur Halbzeit schraubten Katharina Haar (20.), erneut Katharina Hamann (31.), Simone Wimberg (39./43.) sowie Torhüterin Jennifer Martens per Elfmeter das Ergebnis in die Höhe (41.).
Auch im zweiten Durchgang rollte der Ball nur auf das Tor der Findorfferinnen zu, doch Werder tat sich schwer im Abschluss und agierte streckenweise zu unkonzentriert. Zwei Treffer sprangen jedoch noch heraus. Erneut Katharina Haar (56.) sowie Katrin Stefanski (83.) sorgten für den 9:0-Endstand.
Am kommenden Sonntag, 09.09.2007, um 11 Uhr steht das mit Spannung erwartete erste Heimspiel des Werders-Teams an. Auf dem Sportgelände der Bremer Universität (Badgasteiner Str.) treffen die Grün-Weißen auf den Tabellen-Vierten, die Mannschaft des ATSV Sebaldsbrück, die ihr Auftaktspiel mit 1:2 gegen Weser 08 verloren hat, aber ihre zweite Partie mit einem deutlichen 4:0-Sieg gegen Werders Auftaktgegner SC Vahr-Blockdiek für sich entschied. Im Pokal sorgte ATSV dagegen für ein wahres Schützenfest. In der ersten Runde gewann der Ex-Verein von Britta Möhlmann, Jenny Martens und Eva-Marlen Votava gegen Vatan Sport mit 29:0.
Norman Ibenthal
Werder Bremen: Intemann (11. Martens) – Pötter (73. B. Möhlmann), Stefanski, L. Möhlmann, Votava – Freyhat, Maukisch, Krämer (46. Hügen), Haar – Hamann (82. Krämer), Wimberg (66. Müller)
Tore: 1:0 Eigentor (10.), 2:0 Hamann (15.), 3:0 Haar (20.), 4:0 Hamann (31.), 5:0 Wimberg (39.), 6:0 Martens (41. FE), 7:0 Wimberg (43.), 8:0 Haar (56.), 9:0 Stefanski (83.)