"Im Weser-Stadion vor 40.000 wäre ein Traum"

Dreifach-Power für Werders Frauenfußball: Birte Brüggemann (Mitte), Klaus-Dieter Fischer (rechts) und Frank Schwalenberg.
Frauen
Freitag, 09.02.2007 / 13:49 Uhr

Werder Bremen startet ab der kommenden Saison 2007/2008 in das Projekt "Frauenfußball". Mit zwei Mannschaften werden die Grün-Weißen am Spielbetrieb teilnehmen, einer Frauenmannschaft und einem B-Juniorinnen-Team.

Werder Bremen startet ab der kommenden Saison 2007/2008 in das Projekt "Frauenfußball". Mit zwei Mannschaften werden die Grün-Weißen am Spielbetrieb teilnehmen, einer Frauenmannschaft und einem B-Juniorinnen-Team. WERDER.de sprach mit dem Trainer der Frauen, Frank Schwalenberg, und Birte Brüggemann, die das Traineramt bei den B-Juniorinnen übernehmen und den Frauenfußball in der Fußball-Abteilung vertreten wird, über ihre neuen Aufgaben und Ziele:

 

Mit dem Frauenfußball geht Werder einen ganz neuen Weg. Was reizt sie an dieser Aufgabe?

Schwalenberg: Ich bin seit vielen Jahren im Frauenfußball heimisch. Daher freut es mich insbesondere, dass ich mit Werder einen europäischen Spitzenclub gefunden habe, der sich bewusst für den Frauenfußball entschieden hat. Es ist für mich eine große Motivation, hier die Zukunft des Frauenfußballs aktiv mitbestimmen zu können.

 

Brüggemann: Werder bietet mir eine großartige Chance. Ich kann meine Erfahrungen im Mädchen- und Frauenfußball einbringen und dazu beitragen, in Bremen unter professionellen Bedingungen etwas aufzubauen.

 

Was bedeutet die Einführung des Frauenfußballs bei Werder für die Region Bremen?

Brüggemann: Das ist eine Art "Rettung des sinkenden Schiffes". Viele talentierte Spielerinnen sind in der Vergangenheit in das niedersächsische Umland gewechselt, weil sie in Bremen keine sportliche Perspektive gesehen haben. Als Auswahltrainerin habe ich immer größere Schwierigkeiten ein Team bei den Länderpokalturnieren auf die Beine zu stellen, nicht nur qualitativ, sondern mittlerweile auch quantitativ. Diese Lücken wollen wir bei Werder nun schließen und die stärksten Spielerinnen unter optimalen Bedingungen fördern. Davon wird der gesamte Frauenfußball in Bremen profitieren.

 

Welchen Stellenwert hat der Frauenfußball in Deutschland?

Schwalenberg: Mädchen- und Frauenfußball ist ein sehr ernstzunehmender und in Deutschland äußerst erfolgreicher Sport. Ich wünsche mir, dass er auch so wahrgenommen wird.

 

Brüggemann: Das hätten die Spielerinnen auch verdient. Sie gehen ihrer Sportart sehr idealistisch und mit großem Einsatz nach.

 

Welche Ziele setzen Sie sich bei Werder?

Schwalenberg: Einmal vor 40.000 Zuschauern im Weser-Stadion spielen (lacht). Sachlich betrachtet ist es erst einmal wichtig in der Region Nord-Westdeutschland talentierten Mädchen und Frauen die Möglichkeit zu geben, unter leistungsorientierten Bedingungen Fußball zu spielen. Ich denke, die Regionalliga oder zweite Bundesliga sollte in den kommenden Jahren erreichbar sein.

 

Brüggemann: Eine unserer ersten Aufgaben wird es sein, Strukturen zu schaffen, die eine leistungsorientierte Förderung der Talente zulässt. Wir wollen die Mädchen so ausbilden, dass ihnen der Sprung in den Frauenfußball leichter fällt.

 

Wie sieht ihre Arbeit in den kommenden Wochen aus?

Brüggemann: Für das Sichtungstraining im März können sich Spielerinnen noch bis Ende diesen Monat bei uns bewerben. Bereits jetzt haben wir schon vierzig Bewerbungen und rechnen am Ende mit rund 150 bis 200. Anschließend folgen Spielbeobachtungen und weitere gezielte Sichtungen. Im Mai wollen wir dann einen ersten Kader zusammen haben.

 

von Norman Ibenthal

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