Gipfel der englischen Woche

Vorbericht zum Gastspiel des VfL Wolfsburg
Lina Hausicke, Doppeltorschützin im Hinspiel, und der SVW wollen den VfL Wolfsburg am Mittwoch wieder ins Straucheln bringen (Foto: hansepixx).
Frauen
Dienstag, 01.05.2018 / 16:31 Uhr

Von David Steinkuhl

Zum vierten Mal in Folge empfangen die Frauen des SV Werder einen Gegner in der Allianz Frauen-Bundesliga zuhause im Stadion 'Platz 11': Am frühen Mittwochabend ist Double-Sieger VfL Wolfsburg zu Gast an der Weser (ab 17 Uhr live im Facebook-Ticker, bei Telekom Sport und im Free-TV bei sport1). In allen Wettbewerben befindet sich die Niedersachsen voll auf Titelkurs, erst am Sonntag machten die 'Wölfinnen' beim 2:0-Sieg gegen den FC Chelsea den Einzug ins Finale der Königsklasse perfekt. Ebenfalls am Sonntag verlor der SVW unglücklich mit 0:1 gegen Frankfurt, mit den Partien gegen Wolfsburg und Essen am Sonntag hat die Mannschaft von Carmen Roth in dieser englischen Woche aber noch zwei weitere Chancen, wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. WERDER.DE stellt einen Gegner von Weltklasseformat vor, den die Grün-Weißen vor einem halben Jahr noch vor gewaltige Probleme stellen konnten. 

Der Gegner - VfL Wolfsburg

Bei den Herren durchschreitet der VfL Wolfsburg aktuell eines der tiefsten Täler der letzten Jahrzehnte, im deutschen Frauenfußball sind die Niedersachsen dagegen das absolute Maß der Dinge. Der amtierende Meister und Pokalsieger ist auf dem besten Weg in beiden Wettbewerben den Titel zu verteidigen, zudem steht die Mannschaft um Superstars wie Pernille Harder oder Alexandra Popp seit letztem Sonntag im Finale der Champions League. Das Endspiel in Kiew gegen Olympique Lyon findet am 24. Mai statt, fünf Tage vorher steht das Pokalfinale gegen den FC Bayern auf dem Programm. Trainer Stephan Lerch und seine Mädels nehmen also Kurs auf das Triple, denn auch in der Meisterschaft glaubt von der Konkurrenz keiner mehr wirklich daran, dass sich der VfL noch die Butter vom Brot nehmen lässt. Zwei Partien weniger als der erste Verfolger, aber trotzdem zwei Punkte voraus – und eine absolut makellose Bilanz im Kalenderjahr 2018: Fünf Spiele, 15 Punkte, 9:0 Tore. Wer soll diese Dominanz brechen?

Pia Wolter trifft auf ihren zukünftigen Klub (Foto: hansepixx).

Eins der Teams, das in dieser Spielzeit mit am nächsten dran war, den scheinbar übermächtigen Wolfsburgerinnen ein Bein zu stellen, ist der SV Werder. Im Hinspiel kamen vor Mut nur so strotzende Grün-Weiße zweimal zurück und glichen jeweils eine VfL-Führung aus, erst neun Minuten vor Schluss machte Harders Siegtreffer der grün-weißen Überraschung einen Strich durch die Rechnung. Eine besondere Partie, bei der Nationalspielerin Katharina Schiechtl fehlen wird (zur Extrameldung), ist das Mittwochabend-Spiel für Werders Pia Wolter. Die 20-Jährige verlässt ihre Heimat zur neuen Saison in Richtung Wolfsburg, wagt den nächsten Karriereschritt. Vorher will sie mit ihrem SV Werder aber noch einmal zeigen, dass die Leistung aus der Hinrundenpartie keine Ausnahme gewesen ist.

Carmen Roth: „Das Spiel wird eine große Herausforderung für unsere Mannschaft. Das ist uns allen bewusst. Wolfsburg ist amtierender Deutscher Meister und zuletzt ins Finale der Champions League eingezogen, was die Qualität des Teams nochmal unterstreicht. Doch wir haben bereits im Hinspiel gezeigt, dass wir mit einer absoluten Top-Leistung die Wolfsburgerinnen ärgern können. Natürlich trifft uns der erneute Ausfall einer Stammspielerin wie Katharina Schiechtl schwer. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass alle, die auf dem Platz stehen werden, alles dafür tun, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

Pia Wolter: „Natürlich ist es eine besondere Konstellation, da es gegen meinen zukünftigen Verein geht. Aber es ist eben auch noch Zukunftsmusik. Momentan zählt für mich nur unsere Situation, da ich mich mit dem Klassenerhalt verabschieden will und wir als Team auch alles dafür geben. Wir wissen, dass Wolfsburg zu den stärksten Mannschaften in Europa gehört, aber das macht das Spiel auch attraktiv. Wir müssen wieder kompakt verteidigen, wie es gegen Frankfurt über weite Strecken gut funktioniert hat und dann unsere Konter konsequent zu Ende spielen. Im Hinspiel haben wir gesehen, dass auch Wolfsburg schlagbar ist und wir werden alles dafür geben, Punkte hier in Bremen zu behalten.“

Statistiken rund ums Spiel

Tabelle im Vergleich

1. VfL Wolfsburg / 16 Spiele / 14 Siege / 1 Unentschieden / 1 Niederlage / 44:6 Tore / 43 Punkte 

9. SV Werder Bremen / 17 Spiele / 2 Siege / 5 Unentschieden / 10 Niederlagen / 20:37 Tore / 11 Punkte


Top-Torjäger: 

Werder Bremen: Lührßen (3)

VfL Wolfsburg: Harder (15)


Werder-Bilanz gegen Wolfsburg:

3 Spiele / 0 Siege / 0 Unentschieden / 3 Niederlagen 


So lief das letzte Spiel (29.10.2017):

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 3:2 (1:0)

Wolfsburg: Schult - Fischer, Gunnarsdottir, Blässe, Wullaert (46. Maritz), Popp, Pajor (80. Wedemeyer), Dickenmann, Harder (90. Bernauer), Hansen, Goeßling

Werder: Borbe - Schiechtl, Scholz, Ulbrich, Tóth - Angrick, Eta - Hoffmann (46. König), Hausicke, Lührßen (87. Josten) - Volkmer (62. Wolter)

Tore: 1:0 Wullaert (17.), 1:1 Hausicke (49.), 2:1 Harder (51.), 2:2 Hausicke (55.), 3:2 Harder (81.)

Gelbe Karten: -

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Rieder)

AOK Stadion: 1.202 Zuschauer


Das Spiel der Werder-Frauen kann wie gewohnt auf dem offiziellen Facebook-Kanal im Live-Ticker und bei Telekom Sport verfolgt werden.

 
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