In wenigen Tagen beginnt für Pia-Sophie Wolter ihr persönliches Sommermärchen. Mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft wird sie vom 11. bis 28. Juli 2015 an der Europameisterschaft in Israel teilnehmen. WERDER.de sprach mit der 17-Jährigen vor ihrer Abreise.
Mit England, Spanien und Norwegen habt ihr eine Hammergruppe erwischt. Ein Nachteil wenn man direkt in der Gruppenphase auf die harten Brocken trifft?
Bei einem Turnier mit lediglich acht Mannschaften kann das schon mal passieren (lacht). Nein, es ist doch klar, dass wir stark genug sein müssen, um jeden schlagen zu können. Wir kennen unsere Stärken. Bei der Eliterunde hat man gesehen, was wir können. Jeder ist in der Lage auf dem Punkt seine Leistung abzurufen. Und es macht doch den Reiz bei einem Turnier aus, dass man sich gegen niemanden eine Schwächephase erlauben darf.
Der letzte Erfolg der U 19 stammt aus dem Jahr 2011. Letztes Jahr wurde gar die Endrunde verpasst. Gibt es bei euch eine „jetzt erst Recht" Stimmung?
Ich weiß nicht, ob man das unbedingt als „jetzt erst Recht" Stimmung bezeichnen kann. Wir wollen so weit kommen, wie es nur geht und haben unsere Ziele fest im Blick. Bei einer Halbfinalteilnahme wäre der Startplatz für die U 20 WM im nächsten Jahr sicher.
Die vergangene Saison lief richtig gut für dich. Aufstieg mit Werder, Spielerin der Saison und jetzt auch noch U 19 EM. Geht man dann auch selbstbewusster so ein Turnier an?
Natürlich blickt man dann so einem Turnier sehr positiv entgegen. Aber ich bin erst seit März bei der Nationalmannschaft. Für mich ist es deshalb schon ein großer Erfolg, überhaupt im Kader zu stehen. In den nächsten Tagen werden wir uns intensiv auf den Start vorbereiten. Ich werde alles geben und würde mich riesig freuen, wenn ich zum Auftakt spielen dürfte.
Interview: Colin Hüge