Am 10. Spieltag der zweiten Bundesliga Nord hat Werder Bremen gegen den FF USV Jena II einen ungefährdeten 3:0 (3:0) Sieg eingefahren. Gegen den harmlosen Gegner aus dem Osten reichte eine starke erste Hälfte, um auf der Siegestrasse Richtung oberes Tabellenhaus zu fahren. Cindy König traf doppelt, den dritten Treffer steuerte Katharina Schiechtl bei - Premiere im Werder-Dress.
Auf einen Schnupperkurs verzichteten die Teams in den ersten Minuten. Werder bestimmte von Beginn an die Partie und fackelte ein Offensivfeuerwerk ab. Lisa-Marie Scholz gab das erste Warnsignal aus 17 Metern ab, doch Jenas Keeperin Griseldis Meißner behielt die Oberhand (2.). Kurze Zeit später hatte dann die Latte etwas gegen eine Bremer Führung. Cindy König hämmerte das Spielgerät von der Strafraumgrenze an das Aluminium (6.). Doch im nächsten Angriff war es dann soweit - weder Quergebälk noch Jenas Nummer eins konnten die Werder-Führung verhindern. Nach toller Hackentrickvorlage von Stephanie Goddard markierte Cindy König aus elf Metern das 1:0 (9.). Nur einen Wimpernschlag später schlug das Leder fast wieder im USV-Tor ein, aber Königs Lupfer ging haarscharf über das gegnerische Gehäuse (9.). Ein paar Angriffe später versuchte Maren Wallenhorst das Ergebnis auf 2:0 aufzustocken, doch sie verzog aus sechs Metern (12.). Es dauerte bis zur 22. Spielminute, bis Katharina Schiechtl eine Mirbach-Ablage aus fünf Metern im Tor unterbrachte und die Führung ausbaute (22.). Das 3:0 fiel dann mit einem faden Beigeschmack: Bei der Ballannahme verletzte sich Torhüterin Meißner, der Ball tropfte zu Cindy König, die nur noch einschieben musste (25.). Nach dem 3:0 wurde es bis zur Pause etwas unspektakulärer. Lediglich die Gäste versuchten sich das erste Mal mit einer Offensivaktion, doch Von Carlsburg scheiterte an Werders Torfrau Hanna de Haan (45+1.).
Werder schaukelt die Partie nach Hause
Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine. Auch das Bild der Partie änderte sich nicht - Werder dominierte weiterhin die Begegnung. Jena fand kaum Zugriff auf das Spiel und musste mit ansehen, wie die Grün-Weißen den Ball durch die eigenen Reihen liefen lassen. Die erste Möglichkeit hatte Werder im zweiten Durchgang. Zunächst scheiterte Anna Mirbach an der eingewechselten Keeperin Laura Kiontke (58.). Wenig später wurde Maren Wallenhorst frei gespielt, die aber den Ball aus rechter Position neben das Tor setzte (60.). Knappe zehn Minuten später dann fast das 4:0, aber der Kopfball von Scholz wurde noch auf der Linie geklärt. Doch Werders Defensivakteurin merkte man an, dass sie am heutigen Tage noch ihren Treffer markieren wollte, aber auch in der nächsten Aktion sollte ihr Torversuch nicht von Erfolg gekrönt sein. Sie scheiterte nach einem Schuss von der Sechzehnergrenze an Torhüterin Kiontke (81.). Jena trat kaum offensiv in Erscheinung - und der Klub von der Weser drängte auf das 4:0. Aber wieder hatte Kiontke etwas dagegen und parierte einen Schuss von Anna Mirbach aus der Nahdistanz (85.). Kurz darauf war dann Schluss im Stadion „Platz 12".
„Die Mannschaft hat gerade in der ersten Halbzeit das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben den Ball laufen gelassen und unser Kurzpassspiel aufgezogen. In der zweiten Hälfte haben wir dann etwas nachgelassen", so Werder-Trainerin Chadia Freyhat nach dem Spiel.
Nächsten Sonntag, 8.12.2013, müssen Werders Frauen nach einer langen Heimspielperiode wieder auswärts ran. Im letzten Spiel der Hinrunde trifft der SVW auf den Erstliga-Absteiger FSV Gütersloh 2009. Beginn ist um 14 Uhr.
Manuel Cassens
Werder Bremen: De Haan - Schiechtl, Danner, Ulbrich, Moelter (70. William) - Scholz, Schacher, Mirbach, Wallenhorst (82. Hausberger), Cindy König - Goddard (56. Wilde)
FF USV Jena: Meißner (25. Kiontke) - Franziska Hofmann, Juliane Zimmermann, Walther, Krug - Elisa Müller, Rößner (70. Ludwig), Krys, Hausicke, Pochert - von Carlsburg
Tore: 1:0 König (9.), 2:0 Schiechtl (22.), 3:0 König (22.)
Gelbe Karte: Hausicke (Jena)
Schiedsrichterin: Franziska Erkes (Korschenbroich)
Stadion „Platz 12": 50 Zuschauer