Werder verspielt 2:0-Führung gegen Gütersloh

Werders Frauen waren nach der Partie geknickt. Sie gaben einen 2:0-Vorsprung aus der Hand.
Frauen
Sonntag, 08.12.2013 / 17:42 Uhr

In einer nervenaufreibenden Partie bezwang der FSV Gütersloh 2009 den SV Werder Bremen mit 4:2 (0:1). Lange sah der Klub von der Weser wie der sichere Gewinner aus, verpasste aber die ...


In einer nervenaufreibenden Partie bezwang der FSV Gütersloh 2009 vor heimischer Kulisse den SV Werder Bremen mit 4:2 (0:1). Lange sah der Klub von der Weser wie der sichere Gewinner aus, verpasste aber die zwischenzeitliche 2:0-Führung auszubauen. Durch den Anschlusstreffer von Katharina Boedeker (67.) hatte der FSV noch einmal Blut geleckt, und in der Schlussphase der zweiten Hälfte alles in die Waagschale geworfen, um das Spiel noch zu drehen.

„Die Niederlage ist ärgerlich. Wir haben 2:0 geführt und den Sack nicht zu gemacht. In der Schlussphase haben wir dann den Ball nicht mehr rausbekommen, so dass die Niederlage nicht ganz unverdient ist", zeigte sich Werder-Trainerin Chadia Freyhat enttäuscht nach der Partie.

Werder geht in Front

Es ging gleich dramatisch los in der Tönnies-Arena. Es waren erst wenige Sekunden gespielt, da hätten die Bremerinnen schon in Führung gehen können: Cindy König wurde im Strafraum der Gastgeberinnen gelegt, doch die Unparteiische Susann Dittmar ließ weiterlaufen (1.). Die nächste Möglichkeit ließ nicht lange auf sich warten: Katharina Schiechtl schickte Stephanie Goddard, die den Ball in die Mitte zu Cindy König spitzelte. Werders Offensivspielerin ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte zum 1:0 ein (8.).

Der Gegentreffer schien den FSV geweckt zu haben. Das Team von Gütersloh Trainerin Simone Ilse wirkte in der Folgezeit etwas dominanter und drängte auf den Ausgleich, doch im Abschluss fehlte letztendlich die Präzision. Zunächst verfehlte Shpresa Aradini mit dem Kopf das Tor der Grün-Weißen (13.), kurze Zeit später dann Jaqueline Dünker aus der Distanz (20.). Trotz der leichten Feldüberlegenheit von Gütersloh kam auch Werder zu seinen Chancen. Lisa-Marie Scholz spielte einen langen Ball auf König, die das Leder gefühlvoll in das Tor des Erstligaabsteigers lupfen wollte, doch die Kugel verfehlte knapp ihr Ziel (25.).

In der restlichen Zeit waren die Chancen beider Mannschaften rar gesät. Es war eine abwechslungsreiche Partie, in der beide Teams ihre Drangperioden hatten, aber Werder daraus mehr Kapital schlagen konnte. Mit einem 1:0 ging es dann in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff hatte der Klub aus Ostwestfalen die erste Tormöglichkeit, doch wieder ging Shpresa Aradinis Torversuch am Kasten der Hanseatinnen vorbei (50.). Auch der nächste Abschluss von Gütersloh Marion Gröbner verfehlte das Gehäuse von Werder-Torfrau Jennifer Martens. Wie man das Runde im Eckigen unterbringt, zeigten dann wenige Minuten später die Grün-Weißen: Goddard erkämpfte sich das Leder im Sechzehner und legte auf Manjou Wilde ab, die den Ball aus 13 Metern in das rechte Eck schlenzte (60.). Werder hatte noch nicht genug, und wäre knappe fünf Minute später fast zum dritten Treffer des Tages gekommen, aber Maren Wallenhorst scheiterte an Torfrau Tessa Rinkes ihres Ex-Klubs (64.).

Gütersloh startet die Aufholjagd

Fast im Gegenzug mussten die Grün-Weißen dann den Anschlusstreffer hinnehmen. Die eingewechselte Katharina Boedeker traf mit einer Bogenlampe zum 2:1 (67.). Werders Antwort ließ nicht lange auf sich warten, aber Cindy König scheiterte freistehend an FSV-Keeperin Rinkes (72.). Die vergebenen Möglichkeiten sollten sich später rächen. Mit einem Traumtor aus 22 Metern besorgte Marion Gröbner ihrem Team den Ausgleich (73.). Gütersloh wurde jetzt immer stärker und Werder schien etwas von der Rolle zu sein. Der Führungstreffer des FSV war nur noch eine Frage der Zeit. In der 83. Minute konnte Werder-Torhüterin Martens den Rückstand mit einer Glanztat gegen Marie Pollmann zwar noch verhindern (83.), in der nächsten Offensivaktion war dann aber auch Werders Nummer eins machtlos und musste durch Katharina Boedecker das 2:3 hinnehmen (85.). Aber Werder sollte noch zu seiner Ausgleichsmöglichkeit kommen, aber Gütersloh Keeperin Rinke sicherte gegen Anna Mirbach den Sieg, nachdem Werders Mittelfeldspielerin nach einem Freistoß mit dem Kopf aus kurzer Distanz einnicken wollte (89.). Zu guter Letzt kassierte das Team von Chadia Freyhat dann auch noch das 2:4. Die Hereingabe von Katrin Posdorfer verpassten Freund und Feind, und schlug im Tor von Jennifer Martens ein (90+2). Das war gleichzeitig auch der Schlusspunkt der Begegnung.

Nächste Woche steht dann für den SV Werder Bremen das „Spiel des Jahres" auf dem Programm. Im Stadion „Platz 11" empfangen die Grün-Weißen den 1. FFC Frankfurt, die vermutlich zurzeit beste Frauenfußballmannschaft Deutschlands. Sonntag, den 15.12.2013, geht es für den Weser-Klub um den Einzug in das DFB-Pokal Halbfinale. Das Spektakel steigt um 13 Uhr. Im Hinblick auf das Spiel gab Trainerin Freyhat zur Kenntnis: „Wir wären natürlich gerne mit einem besseren Gefühl gegen Frankfurt angetreten. Jetzt heiß es, das Team wieder aufbauen."

Manuel Cassens

FSV Gütersloh: Rinkes - Dünker, Lückel, Tepe, Gröbner - Hermes, Aradini (88. Granz), Giard (66. Bödecker), Posdorfer - Pollmann (90.+1 Hüwe), Schmücker

Werder Bremen: Martens - Schiechtl, Scholz, Ulbrich, Moelter - Schröder (86. Golebiewski), Schacher, Wilde, Wallenhorst (81. Mirbach), König - Goddard

Tore: 0:1 König (8.), 0:2 Wilde (60.), 1:2 Boedecker (67.), 2:2 Gröbner (73.), 3:2 Boedecker (85.), 4:2 Posdorfer (90.+2)

Gelbe Karten: Schmücker (Gütersloh) - Goddard (Werder)

Schiedsrichterin: Susann Dittmar (Radebeul)

Stadion „Tönnies-Arena": 85 Zuschauer

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