Gleich zum Auftakt wurden die Erwartungen der starken Vorbereitung von Werder enttäuscht. Vor heimischer Kulisse kamen die Grün-Weißen...
Gleich zum Auftakt wurden die Erwartungen der starken Vorbereitung von Werder enttäuscht. Vor heimischer Kulisse kamen die Grün-Weißen...
Gleich zum Auftakt wurden die Erwartungen aufgrund der starken Vorbereitung von Werders Fußballerinnen enttäuscht. Vor heimischer Kulisse kamen die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den SV BW Hohen Neuendorf hinaus. In einer zähen Partie war es Anna Mirbachs Treffer, der wenigstens Schlimmeres verhinderte. Am Ende muss man aber konstatieren, dass keine der Mannschaften heute einen Sieg verdient gehabt hätte.
„Neuendorf war der unangenehme Gegner, den wir erwartet haben. Es war heute eine enttäuschende Leistung die wir abgerufen haben und wir können uns nicht über das 1:1 beschweren. Positiv ist, dass wir uns nächste Woche gegen Cloppenburg nur steigern können", so Werder-Trainerin Birte Brüggemann über die Leistung ihrer Mannschaft nach der Begegnung.
Auf dem Kunstrasenplatz 14 brauchten beide Mannschaft lange, um in das Spiel zu kommen. Die Berlinerinnen beschränkten sich auf das Verteidigen und wollten über Konter Akzente nach vorne setzen. Trotz klarer Spielüberlegenheit konnte Werder mit dem Ballbesitz wenig anfangen und so entwickelte sich die Partie zu einem Geduldspiel. In der 21. Minute wäre dann fast das 1:0 für die Gäste gefallen, aber SVW-Torhüterin Jennifer Martens konnte den Schuss von Sandra Sommer aus 11 Metern noch mit dem Fuß parieren. Kurz darauf hatten dann die Werder-Fans den Torschrei auf den Lippen, als Stephanie Goddard das Spielgerät aus 25 Metern an das Lattenkreuz knallte (23.).
Im Gegenzug fiel dann das 1:0 für die Gäste: Sarah Kollek ließ die Werder-Hintermannschaft alt aussehen und zog mit einem sehenswerten Dribbling in den Strafraum der Grün-Weißen, wo sie nur noch Jennifer Martens vor sich hatte und den Ball an Werders Torfrau vorbei in das Netz schob (23.).Das Tor spielte Neuendorf in die Karten und sie verbarrikadierten sich in der eigenen Hälfte, so dass man Werder wenig Räume bot. Rund zehn Minuten vor den Halbzeitpfiff gelang es dann den Spielerinnen von Birte Brüggemann Neuendorfs gute Keeperin Doreen Kruscha zu überwinden: Nach einer Ecke von Lea Notthoff stieg Anna Mirbach am höchsten und nickte den Ball zum 1:1 in die Maschen ein (35.) Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Kabine.
Der zweite Durchgang verlief anschließend ähnlich wie der erste, nur dass sich beide Mannschaften noch weniger Torchancen herausspielten. Lediglich Distanzschüsse sorgten für so etwas wie „Torgefahr". So verzog Lea Notthoff in der 49. Minute oder auch Mayline Danner in der 75. Minute. Eingreifen musste Neuendorfs Torfrau aber nie. Am Ende war es dann aber nur eine Mannschaft die jubelte - der SV BW Hohen Neuendorf, der einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf von der Weser mit nach Berlin mitnehmen konnte.
Manuel Cassens
Werder Bremen: Martens - Moelter, Danner, Scholz, Hamann (46. König) - Schröder (84. Timmermann), Notthoff, Golebiewski (63. Wilde), Mirbach, Schacher - Goddard
SV BW Hohen Neuendorf: Kruscha - Targatz (63.Gesang), Behrendt (56. Gabriel), J. Pantelmann, Kollek, Sommer, Klausch, C. Pantelmann, Sinka (90+2 Zweidorff), Retkowski, Janowitz
Tore: 0:1 Kollek (23.), 1:1 Mirbach (35.)
Schiedsrichterin: Annett Unterbeck (Leipzig)
Zuschauer: 55
