Werder-Frauen gewinnen gegen Herford

Werders Fußballerinnen durften sich freuen. Erstmals gelang ihnen ein Sieg gegen Herford.
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Von Beginn an entwickelte sich eine über weite Strecken ausgeglichene und vor allem abwechslungsreiche Partie. Die beiden stärksten Offensivreihen der Liga boten den rund 150 Zuschauern - darunter auch Jung-Profi Özkan Yildirim - zahlreiche gefährliche Strafraumszenen. In der Anfangsphase waren es die Bremerinnen, die die besseren Chancen verzeichneten. So scheiterte Stephanie Goddard gleich zwei Mal in aussichtsreicher Position an HSV-Torfrau Sonja Speckmann (10./15.) und Manjou Wilde zeigte sich nach einem guten Zuspiel von Cindy König im Abschluss zu zögerlich (22.). Auf der Gegenseite hatte Werder Glück, dass Liisa Kylla Sjöman den Ball nach einer Flanke von Anna Laue nicht richtig traf (19.).

Werders Fußballerinnen haben am Sonntagnachmittag ihre gute Form aus den letzten Wochen bestätigt. Die Grün-Weißen gewannen das Topspiel des 19. Spieltages der 2. Bundesliga gegen den Herforder SV mit 2:0 (0:0).

Nach rund einer halben Stunde gaben die Bremerinnen das Spiel ein wenig aus der Hand. Viele Fehlpässe und fehlende Aufmerksamkeit in einigen Situationen führten dazu, dass Herford mehr vom Spiel hatte und auch fast in Führung gegangen wäre: Anna Laue scheiterte aber zwei Mal an der starken Werder-Keeperin Jennifer Martens (32./37.) und Giustina Ronzettis Schuss aus 19 Metern ging dann doch deutlich daneben (34.).

Werder holt zum Doppelschlag aus

Die zweite Halbzeit sorgte nicht weniger für Abwechslung. Es war ein ständiges Hin und Her mit vielen Strafraumszenen. Cindy König verzog nach Rückpass von Manjou Wilde aus neun Metern deutlich (51.) und auch Daniela Schacher konnte den Ball mit ihrem Schuss aus 17 Metern nicht im Tor unterbringen (70.). Anders als im ersten Durchgang gehörten nun aber Herford die größeren Möglichkeiten: So klärte Werders Torfrau Jenni Martens gegen Ronzetti zur Ecke (60.), nach der Anna Laue am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf (61.) und Lena Wermelt köpfte aus einem Meter noch über das Tor (73.).

„In der Phase habe ich mich ein wenig an das Spiel gegen Cloppenburg erinnert. Auch da hatte der Gegner viele Chancen, hat das Tor aber nicht gemacht. Dann haben wir eben getroffen", blickte Trainerin Birte Brüggemann später zurück. Ihr Team stellte nämlich eine Viertelstunde vor dem Ende die Weichen auf Sieg. Nach einem Rückpass störte Cindy König HSV-Torfrau Speckmann entscheidend, der Ball landete bei der eingewechselten Anna Mirbach, die aus 17 Metern in das leere Tor einschoss (75.). Werder setzte nur wenig später zum Doppelschlag an: Mirbach passte auf der rechten Seite in den Lauf von Steffi Goddard, deren anschließende Flanke in Cindy König eine dankbare Abnehmerin fand. Per Kopf traf sie aus acht Metern zum 2:0 (78.). Fast wäre sogar noch der dritte Treffer gefallen, doch Cindy König verzog nach Zuspiel von Steffi Goddard aus 10 Metern deutlich (82.).

"Wir können sicher besser spielen, aber natürlich bin ich zufrieden, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben", so das Fazit von Werder-Coach Birte Brüggemann. 

Norman Ibenthal

Werder Bremen: Martens - Moelter, Scholz, Danner, William - Schacher, Schröder, Golebiewski (65. Mirbach), König (90.+3 Bopp), Wilde (86. Timmermann) - Goddard

Herforder SV: Speckmann - Sjöman (80. Harbert), Schaaf, Burkhardt (65. Knipp), Hackmann - Voss, Lenz, Wermelt, Lösch (80. Schulte) - Laue, Ronzetti

Tore: 1:0 Mirbach (75.), 2:0 König (78.)

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg)

Stadion „Platz 12": 141 Zuschauer

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