88. Minuten lang stand es 0:0 gegen den 1. FC Lübars, ehe Cindy König den Siegtreffer markierte. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit belohnte die Nummer 18 die Grün-Weißen für ihr Engagement. Mit 0:1(0:0) bezwangen die Bremerinnen hochverdient die Berlinerinnen. Der Sieg dabei hätte auch deutlich höher ausfallen können.
In der 7. Minute begann der Sturmlauf: Maike Timmermann kam am Sechzehner frei zum Abschluss, musste sich aber Torhüterin Cordula Busack geschlagen geben. Kurz darauf tauchte Jessica Golebiewski alleine vor der Torhüterin der Berliner auf und scheiterte kläglich, nachdem Jennifer Martens per Rettungsversuch die Mittelfeldspieler bediente (11.). Werder marschierte weiter nach vorne und schoss aus allen Lagen. Frech dabei der Versuch von Cindy König in der 15. Minute aus gut 30 Metern Cordula Busack zu überwinden. Sie erkannte, dass die Torhüterin zu weit vor ihrem Tor stand und lupfte den Ball nur knapp über die Latte. Die Berlinerinnen hatten den Grün-Weißen nichts entgegenzusetzen, die immer stärker wurden. Alleine das Tor fehlte den Bremerinnen noch zu ihrem Glück.
In der 20. Minute kam Jessica Golebiewski im Strafraum des 1. FC Lübars an den Ball und spielte im Gedränge zu Cindy König, die direkt abzog, aber knapp am langen Pfosten vorbei schoss. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Werder die hochverdiente Führung erzielt, dachte man. Auch nach Standardsituationen kamen die Spielerinnen von Birte Brüggemann zu ihren Chancen, verzogen aber knapp oder mussten sich der Torfrau des 1. FC Lübars geschlagen geben (22./35). So ging es dann mit 0:0 in die Pause und die Bremerinnen liefen Gefahr, sich für ihre starke Leistung nicht zu belohnen.
Im zweiten Durchgang machte Werder dort weiter wo man aufgehört hatte und dominierte weiter das Spielgeschehen. Trotzdem kam die Heimmannschaft zu ihrem ersten (!) Torschuss, der Jennifer Martens aber nicht all zu große Probleme bereitete (47.). Nach dem Wachruf übernahm Werder vorerst wieder das Heft in die Hand und kam in der 52. Minute zu einer Doppelchance: Daniela Schacher zog aus halblinker Position ab, den Ball konnte Cordula Busack aber entschärfen. Den Abpraller schnappte sich Jessica Golebiewski. Doch ihr Schuss wurde zum Leiden der Bremerinnen auf der Linie gerettet.
Daraufhin ließen die Bremerinnen etwas nach und der 1. FC Lübars bekam etwas mehr Spielanteile, ohne wirklich dabei gefährlich zu werden. In der Schlussphase erhöhte Werder nochmals den Druck. Die heute stark aufspielende Cindy König setzte sich in der 80. Minute auf der Außenbahn durch und bediente mustergültig ihre Kollegin Maike Timmermann, die den Ball per Kopf an die Latte hämmerte. Kurz vor Ende der Partie dann das erlösende 1:0 für die Bremerinnen: Jessica Golebiewski legte quer für Cindy König, die den Fuß hinhielt und das Spielgerät zum erlösenden Siegtreffer einschob.
„Wir vergeben noch zu viele Chancen und wenn man die Chancen nicht nutzt, rächt sich das meistens. Wir haben hier zum Glück trotzdem gewonnen, auch weil wir zu jedem Zeitpunkt an uns geglaubt haben", so Werder-Trainerin Birte Brüggemann.
Am nächsten Wochenende geht es für Werder im DFB-Pokal weiter. In der 2. Runde müssen die Grün-Weißen am Samstag, 06.10.2012, um 14 Uhr beim Ligakonkurrenten Magdeburger FFC anterten.
1. FC Lübars: Busack - Liepack, Rösler, Hansen - Smith, Dey, Behrends (89. Lüdicke), Neue (59. Kaya) - Timme, Anane (83. Blenck), Fechner
Werder Bremen: Martens - Hamann, Scholz, Danner , Moelter (81. William) - Schacher (56. Mirbach), Golebiewski (90.+2 Buller), Schröder, Bopp, König - Timmermann
Tore: König (88)
Gelbe Karten: Liepack (27.), Blenck (87.) beide Lübars
Schiedsrichterin: Susann Dittmar (Radebeul)
Zuschauer: 45