Werders Fußballerinnen haben das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Am Samstagnachmittag setzten sich die Grün-Weißen mit 3:0 (2:0) beim Magdeburger FFC durch.
Starke erste Hälfte von Werder
Auch in der Folgezeit waren es die Hanseatinnen, die das Spielgeschehen bestimmten. In der Defensive ließ Werder nichts anbrennen und in der Offensive ergaben sich noch bis zur Halbzeitpause einige gute Möglichkeiten: Ein Kopfball von Maike Timmermann nach einer Ecke ging aber knapp vorbei (18.), eine Hereingabe von Katharina Hamann konnte der FFC in höchster Not noch entschärfen (24.) und eine weitere Hereingabe von Hamann konnte Maike Timmermann nicht verwerten (29.). Zwei Mal lag der Ball dann aber doch noch im Tor. Der Treffer von Cindy König wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt (32) und das Tor von Jessica Golebiewski wurde aufgrund eines zuvor begangenen angeblichen Fouls von Maike Timmermann an Torhüterin Ravn nicht gegeben (43.).
Die letzten Minuten der ersten Halbzeit sowie die Pause waren von einem heftigen Regenschauer geprägt, so dass es für beide Teams im zweiten Durchgang durchnässt und bei nasskaltem Wetter und rutschigem Rasen weiterging. Mit dem besseren Start für Magdeburg: Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff ging eine Direktabnahme von Anja Beinroth nach einem Freistoß knapp am Werder-Tor vorbei (49.). Die Gastgeberinnen schienen sich den widrigen Wetterbedingungen besser anpassen zu können und erspielten sich in einem nun zerfahrenen Spiel ein Übergewicht - ohne dabei jedoch spielerisch zu glänzen. Fast wäre dem FFC jedoch der Anschlusstreffer gelungen. Erst parierte Werder-Keeperin Jennifer Martens aus rechter Position einen Schuss von Johanna Kaiser (72.) und nur wenige Augenblicke lenkte Werders Schlussfrau einen Weitschuss von Katja Gabrowitsch stark über die Latte (72.). „Da konnten wir uns bei unserer Torhüterin bedanken", lobte auch Werder-Coach Birte Brüggemann später.
Schacher macht alles klar
Aber auch Werder meldete sich hin und wieder zurück: So scheiterten Meggie Schröder (63.) und Maike Timmermann an Torhüterin Eva Lotta Ravn (75.). Erst in der Schlussphase machte Bremen alles klar: Die eingewechselte Kira Buller leitete über die rechte Seite einen schnellen Konter ein, schickte Maike Timmermann, die sich gegen ihre Gegenspielerin behauptete, in den 16er zog und quer auf Daniela Schacher legte. Werders Nummer 19 hatte aus neun Metern keine Mühe den Ball zu ihrem zweiten Treffer in diesem Spiel einzuschieben (83.).
Die Partie war entschieden, Werder hätte die Führung jetzt sogar noch weiter ausbauen können, doch Maike Timmermann scheiterte an Torhüterin Ravn (86.) und Katharina Hamann schlenzte den Ball an die Latte (88.).
„Ich freue mich natürlich über den Einzug in das Achtelfinale. In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Kombinationsfußball gezeigt und haben auch verdient 2:0 geführt. In der zweiten Hälfte stand die Partie dann phasenweise auf der Kippe, da haben wir ein wenig die Ordnung verloren", so das Fazit von Trainerin Birte Brüggemann, die sich im Achtelfinale nun ein „Heimspiel gegen einen Bundesligisten" wünscht.
Norman Ibenthal
Magdeburger FFC: Ravn - Mücke (89. Seidler), Ernst, Beinroth, Roeloffs - Piatkowski (78. Vogelhuber), Cruz, Krakowski, Gabrowitsch, Träbert (65. Kaiser) - Schuster
Werder Bremen: Martens - Hamann, Scholz, Danner, Moelter - Schröder, Bopp, Golebiewski, Schacher (86. William), König (67. Buller) - Timmermann
Tore: 0:1 Timmermann (5.), 0:2 Schacher (8.), 0:3 Schacher (83.)
Gelbe Karten: Mücke (Magdeburg) - König, Bopp (beide Werder)
Schiedsrichterin: Sinem Turac (Berlin)
Heinrich-Germer-Stadion: 67 Zuschauer